{"id":1551,"date":"2015-11-10T16:12:57","date_gmt":"2015-11-10T15:12:57","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=1551"},"modified":"2015-11-10T22:24:53","modified_gmt":"2015-11-10T21:24:53","slug":"paul-roland-bitter-and-twisted-sireena-records-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/paul-roland-bitter-and-twisted-sireena-records-2015\/","title":{"rendered":"Paul Roland \u2013 Bitter And Twisted \u2013 Sireena Records 2015"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1552\" title=\"Paul Roland - Bitter And Twisted\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Paul-Roland-Bitter-And-Twisted.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (10.11.2015)<\/p>\n<p>Steampunk ist keine Musikrichtung. Ebenso gut h\u00e4tte Paul Roland behaupten k\u00f6nnen, er mache Pop Art; das kommt der Sache sogar deutlich n\u00e4her. Jedenfalls auf \u201eBitter And Twisted\u201c, das nichts mehr zu tun hat mit dem glamrockigen \u201eWerewolves Of London\u201c (damals noch als \u201eMidnight Rags\u201c) oder dem gruftigen \u201eNosferatu\u201c. Roland legt die Theatralik zwar nicht ganz ab, aber wenigstens die \u00fcbertriebene Schminke. Das Album klingt, als habe der wohlarrangierte, nun, Singer-Songwriter jede Menge Spa\u00df am Komponieren und Musizieren gehabt. Die Songs sind flott, griffig melodi\u00f6s und unheavy gerockt. Als einziger Vergleich f\u00e4llt vielleicht Luke Haines ein, der Roland in Tonfall und Stimme leicht \u00e4hnelt. \u201eBitter And Twisted\u201c ist ein feines Album; daran \u00e4ndert auch nicht, dass Roland den Titeln seiner Sachb\u00fccher zufolge eine m\u00e4chtige Klatsche haben muss.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Interessanterweise klingt die Musik auf \u201eBitter And Twisted\u201c zun\u00e4chst viel simpler, als sie tats\u00e4chlich ist. Das liegt an den Melodien, in die Roland seine Lieder kleidet. Sie sind nicht vordergr\u00fcndig komplex, daf\u00fcr umso eing\u00e4ngiger, aber auch nicht so kinderliedhaft wie in den Charts, zudem mag er Chorgesang. Bei genauem Hinh\u00f6ren f\u00e4llt jedoch auf, dass es diese Melodien in sich haben, mit Halbt\u00f6nen und Taktverschiebungen, die dem Unbedarften gar nicht auffallen. Als Kr\u00f6nchen singt Roland zwar unaufgeregt, aber nachdr\u00fccklich und mit einer charakterstarken Stimme.<\/p>\n<p>Arrangement und Produktion tragen das ihre zur hohen Qualit\u00e4t des Albums bei. Nicht immer musiziert Roland in voller Bandbesetzung, und wenn er dies tut, dann zwar mit rockiger Attit\u00fcde, aber einem in der Wucht gebremstem Ergebnis, das auf diese Weise Spannung erzeugt. Sofern die Songs nicht grad romantisch, melancholisch oder sonstwie zart gespielt sind, was auf dem Album auch mal vorkommt. Zum Instrumentarium geh\u00f6ren auch Violinen, Slidegitarren und Pianos, perfekt in den Sound integriert. Der kann, der Mann. So geht gute Popmusik.<\/p>\n<p>Der postulierte Steampunk liegt bei Roland in den Inhalten, laut Internet verweigert er sich zeitgen\u00f6ssischen Themen und blickt lieber auf alles, was man gro\u00dffl\u00e4chig mit \u201evintage\u201c etikettieren kann. Als Song ist das alles auch okay. Doch ist Roland auch ein \u00fcberbrodelnder Sachbuchautor, der eine Auswahl seiner Buchcover ins Booklet drucken lie\u00df. Die Titel lesen sich wie ein Querschnitt aus dem Erika-Klopp-Verlag: \u201eDark History of the Occult\u201c, \u201eContact Your Guardian Angel\u201c, \u201eKaballah Cards\u201c, \u201eIn the Minds of Murderers\u201c, \u201eNazis and the Occult\u201c, \u201eExplore Your Past Lives\u201c und dazwischen Werke \u00fcber seinen Helden Marc Bolan. Soll er doch. In seiner Musik schl\u00e4gt sich dieser Quatsch gottlob nicht nieder, da ist er ein Guter. Man muss das andere nur ausblenden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (10.11.2015) Steampunk ist keine Musikrichtung. Ebenso gut h\u00e4tte Paul Roland behaupten k\u00f6nnen, er mache Pop Art; das kommt der Sache sogar deutlich n\u00e4her. 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