{"id":1527,"date":"2015-10-25T19:01:26","date_gmt":"2015-10-25T18:01:26","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=1527"},"modified":"2015-10-27T23:31:24","modified_gmt":"2015-10-27T22:31:24","slug":"akasha-projekt-live-in-der-martinikirche-braunschweig-am-24-oktober-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/akasha-projekt-live-in-der-martinikirche-braunschweig-am-24-oktober-2015\/","title":{"rendered":"Akasha Projekt \u2013 Live in der Martinikirche, Braunschweig, am 24. Oktober 2015"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Akasha-86.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1528\" title=\"Martinikirche\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Akasha-86-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Akasha-88.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1529\" title=\"Kosmische Erfahrung\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Akasha-88-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Akasha-90.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1530\" title=\"Akasha Project\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Akasha-90-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Akasha-93.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1531\" title=\"Akasha Project\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Akasha-93-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Akasha-96.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1532\" title=\"Akasha Project\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Akasha-96-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (25.10.2015) \/ Auch erschienen auf <a title=\"Kult-Tour\" href=\"http:\/\/www.kult-tour-bs.de\/das-pure-staunen-akasha-projekt-live-in-der-martinikirche\/\" target=\"_blank\">Kult-Tour\u00a0\u2013 Der Stadtblog<\/a><\/p>\n<p>Ein intensives Erlebnis f\u00fcr mindestens drei Sinne war das Konzert, das Barnim Schultze mit seinem Akasha Project in der ohnehin schon eindrucksvollen Martinikirche gab: Auf Grundlage der \u201eKosmischen Oktave\u201c, mathematisch angewandt auf die Rotation der Planeten im Sonnensystem, spielte er auf einer Batterie von Synthesizern eine Art Ambientmusik; das war f\u00fcr die Ohren. Analog zum Sound ergab die Frequenzberechnung auch ein \u00c4quivalent im sichtbaren Bereich, die Kirche war daher in das farblich zum jeweiligen Planeten passende Licht getaucht; das war f\u00fcr die Augen. Manche Sounds waren von solch tiefer Frequenz, dass diese sich \u00fcber die Kirchenbank auf den K\u00f6rper \u00fcbertrugen; das war f\u00fcr die Haut. Auf seine Weise feierte Schultze ein Fest der Spiritualit\u00e4t, konfessionsunabh\u00e4ngig. Die Besucher verfolgten das Geschehen and\u00e4chtig und so still wie bei einem Klassikkonzert. Das pure Staunen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Beim Betreten der riesengro\u00dfen Kirche am Altstadtmarkt war man zun\u00e4chst gezwungen, seine eigene Orientierung zu finden: Im unkalkulierbaren Wechsel entflammten die LED-Spots in den Farben, die sie im Verlauf des Konzertes noch einnehmen w\u00fcrden, und f\u00e4rbten das gesamte Innere der Kirche abrupt, intensiv und vollst\u00e4ndig um. Tiefes Indigoblau, feuriges Rot, sanftes Violett, warmes Orange, man war beinahe versucht, die Kirche unter diesen Bedingungen neu entdecken zu wollen. Der ohnehin schon sehr ferne Himmel unter der Kirchendecke wirkte besonders im dunklen Blau noch ferner. Einige Dinge verloren ihre Dreidimensionalit\u00e4t, manches verschwand in neuen Schatten, andere Details traten \u00fcberraschend deutlich hervor. Dieser Schauplatz zwang schon zur Andacht.<\/p>\n<p>So still wie das Publikum war auch Schultze, der es dieses Mal unterlie\u00df, Erkl\u00e4rungen f\u00fcr das abzugeben, was er vor dem Altar musikalisch veranstaltete. Stattdessen lie\u00df er den Besuchern am Eingang Zettel mit Erl\u00e4uterungen aush\u00e4ndigen. Das war dem Anlass angemessen und korrekt. Nicht einmal eine Begr\u00fc\u00dfung gab es, Schultze legte einfach los. Das bedeutete, dass er im nun abgedunkelten Raum die Kosmische Oktave des ersten ausgew\u00e4hlten Planeten auf einer Stimmgabel anschlug; die Erde war&#8217;s. Auf dem Keyboard \u00fcbernahm er den Ton, um ihn und das Publikum herum nahm die Kirche allm\u00e4hlich die entsprechende Farbe an. So begannen s\u00e4mtliche Planetenst\u00fccke des Abends.<\/p>\n<p>Die Musik, die dann jeweils folgte, lie\u00df sich zeitlich nicht verankern. Ein bisschen Jean Michel Jarre war sicherlich erkennbar, ein bisschen Tangerine Dream; manche Sounds erinnerten an die Siebziger und Achtziger, als solche Musik sich verbreitete. Auch ein bisschen Dead Can Dance lie\u00df sich erahnen, besonders in den sakral anmutenden Chorpassagen, und wenn Schultze bisweilen die im Takt ebenfalls an die Planetenfrequenz angerechneten Beats startete, fing er selbst an, unter der Leselampe auf seinem Maschinenpark zu grooven. Weniger Enigma als Delerium drangen in solchen Momenten durch; weniger Ambient als vielmehr zukunftsweisender Progressiv-Pop w\u00e4re ein treffendes Etikett daf\u00fcr gewesen.<\/p>\n<p>Letztlich wehrte sich Schultzes viel zu eigenst\u00e4ndige Musik gegen eindeutige Vergleiche. Die Sounds waren satt, selbst die sp\u00e4rlichen, und das lag sicherlich nicht nur an seinem Instrumentarium, sondern vornehmlich am Ort: Die Kirche als Klangk\u00f6rper verdichtete die Musik, sie zerst\u00e4ubte sie nicht. Es kam nicht zu verzerrenden Halleffekten, das war gro\u00dfe Kunst und gewiss eine Herausforderung.<\/p>\n<p>Erst nach 75 Minuten, als das Hauptprogramm vorbei war, wagten es die G\u00e4ste, \u00fcberhaupt einmal zu applaudieren, dann aber daf\u00fcr umso st\u00fcrmischer. Erst dann richtete Schultze auch das Wort an sie, warmherzig und einnehmend, und gab auch einige Erkl\u00e4rungen ab, unter anderem \u00fcber die Formel (1\/a)*2<em><sup>n<\/sup><\/em>=f, auf der die Kosmische Oktave basiert. Seine Zugabe bestand in einem Mitmachst\u00fcck: Da die Kosmische Oktave der Erdfrequenz den bekannten tibetanischen Ton \u201eOm\u201c ergab, sollten die G\u00e4ste diesen im Stehen begleitend zum Keyboard mitsummen, w\u00e4hrend Schultze sachte auf seinem Synthesizer darum herum modulierte. Praktischerweise sorgte Schultze so daf\u00fcr, dass der Abschlussapplaus automatisch in stehenden Ovationen erfolgte. Und das mit Recht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (25.10.2015) \/ Auch erschienen auf Kult-Tour\u00a0\u2013 Der Stadtblog Ein intensives Erlebnis f\u00fcr mindestens drei Sinne war das Konzert, das Barnim Schultze mit seinem Akasha Project in der ohnehin schon eindrucksvollen Martinikirche gab: Auf Grundlage der \u201eKosmischen Oktave\u201c, &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/akasha-projekt-live-in-der-martinikirche-braunschweig-am-24-oktober-2015\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-1527","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-konzert"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1527","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1527"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1527\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1535,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1527\/revisions\/1535"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1527"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1527"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1527"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}