{"id":1480,"date":"2015-09-13T20:06:47","date_gmt":"2015-09-13T18:06:47","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=1480"},"modified":"2015-09-14T15:38:17","modified_gmt":"2015-09-14T13:38:17","slug":"yo-la-tengo-stuff-like-that-there-matadorbeggars-group-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/yo-la-tengo-stuff-like-that-there-matadorbeggars-group-2015\/","title":{"rendered":"Yo La Tengo \u2013 Stuff Like That There \u2013 Matador\/Beggars Group 2015"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1481\" title=\"Yo La Tengo - Stuff Like That There\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Yo-La-Tengo-Stuff-Like-That-There.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (13.09.2015)<\/p>\n<p>Yo La Tengo sind eine Wundert\u00fcte: Jedes Album ist geil, aber man ahnt vorher nie, wie es genau klingt. Dieses Mal ist der alte Weggef\u00e4hrte Dave Schramm wieder mit dabei, das Trio also ein Quartett, aber die Musik ist nicht so noiserockig, opulent, ausufernd, repetetiv wie zuletzt, sondern erstaunlich reduziert, dezent, sanft, gef\u00fchlvoll. \u201eStuff Like That There\u201c, nicht zu verwechseln mit \u201e(Well You Know) Stuff Is Like We&#8230;\u201c von 22 Pistepirkko, ist n\u00e4mlich mit einem Konzept verkn\u00fcpft: Es stellt die Quasi-Fortsetzung von \u201eFakebook\u201c dar, einem Cover-Album, das die Band vor 25 Jahren ver\u00f6ffentlichte. Enthalten sind hier neben einem Radiohit eher unbekannte St\u00fccke und einige eigene, davon zwei ganz neue. Wie mit jedem Ton manifestieren Yo La Tengo auch hiermit, dass sie in den Pantheon des Indierock geh\u00f6ren. Zwischen Sonic Youth und den Cowboy Junkies.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In Sachen Coversongs sind Yo La Tengo seit jeher sehr umtriebig und geschmackvoll. In den 90ern und Nullern veranstalteten sie etwa j\u00e4hrlich eine Benefiz-H\u00f6rerwunsch-Sendung auf dem Radiosender WFMU und coverten sich durch die Musikweltgeschichte. So albern wie damals geb\u00e4rden sie sich auf diesem Album aber nicht: Mit absoluter Ernsthaftigkeit ergehen sie sich in Sanftmut. Sie erwecken den Eindruck, ganz nah am H\u00f6rer zu sein, indem sie ihn jeden sanft angeschlagenen Ton klar heraush\u00f6ren lassen. Die charakterstarken Stimmen der Eheleute Ira Kaplan und George Hubley vermitteln Emotionen, die zumeist akustischen Gitarren, der klare Bass und das zwar reduzierte, aber auch mal eindeutig groovende Schlagzeug tragen die St\u00fccke. Man mag in der Musik abtauchen.<\/p>\n<p>Interessant ist, dass die Band am intensivsten \u00fcberzeugt, wenn sie ihre eigenen St\u00fccke spielt, trotz der bissfesten Auswahl der Fremdkompositionen. Beinahe psychedelisch ert\u00f6nt etwa \u201eThe Ballad Of Red Buckets\u201c, im Original auf \u201eElectr-O-Pura\u201c. Doch auch die Covers machen sie zu eigenen St\u00fccken. Das bekannteste d\u00fcrfte \u201eFriday I&#8217;m In Love\u201c sein, einer der wenigen nervigen Songs von The Cure, der hier ganz und gar nicht nervt, sondern ein netter reduzierter und von Georgia gesungener folkiger Klampfensong ist; parallel covert \u00fcbrigens auch Natalie Imbruglia das St\u00fcck auf ihrem neuen Album \u201eMale\u201c, dort aber in einer Bosshoss-artigen Countryversion, die eigenartigerweise ebenfalls funktioniert. Auch \u201eI&#8217;m So Lonesome I Could Cry\u201c von Hank Williams ist einigerma\u00dfen bekannt, wenn auch vielleicht nicht direkt von ihm, sondern von den Cowboy Junkies oder Johnny Cash und Nick Cave, ganz abgesehen von Bob Dylan, Elvis, Roy Orbison, Bill Frisell und Aberdutzenden weiteren S\u00e4ngern. Der Rest stammt von The Lovin&#8216; Spoonful, The Parliaments und dem Sun Ra Arkestra sowie von unbekannten Indierockbands und Solok\u00fcnstlern, die Yo La Tengo selbst verehren, wie Darlene McCrea, Great Plains und Special Pillow.<\/p>\n<p>Dabei gelingt dem Trio mit vier Leuten eine \u00fcberraschende Homogenit\u00e4t. Der eigene Sound schafft dies, die Unverwechselbarkeit, die die Band einfach hat, auch wenn sie sich anders ausdr\u00fcckt als noch auf \u201eFade\u201c vor zwei Jahren. Yo La Tengo haben einfach einen akustischen Fingerabdruck. Und trotz der Sanftheit ist dies kein melancholisches Album, denn die vier aus Hoboken, New Jersey haben Spa\u00df an dem, was sie tun, und w\u00e4re dem nicht so, kl\u00e4nge das Ergebnis auch nicht so rundum \u00fcberzeugend und trotzdem abwechslungsreich. Was f\u00fcr eine geile Band, was f\u00fcr eine sch\u00f6ne Platte, auch nach 30 Jahren sind Yo La Tengo kontinuierlich relevant.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (13.09.2015) Yo La Tengo sind eine Wundert\u00fcte: Jedes Album ist geil, aber man ahnt vorher nie, wie es genau klingt. 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