{"id":1431,"date":"2015-07-25T15:01:41","date_gmt":"2015-07-25T13:01:41","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=1431"},"modified":"2015-07-25T15:01:41","modified_gmt":"2015-07-25T13:01:41","slug":"the-chemical-brothers-born-in-the-echoes-virgin-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-chemical-brothers-born-in-the-echoes-virgin-2015\/","title":{"rendered":"The Chemical Brothers \u2013 Born In The Echoes \u2013 Virgin 2015"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1432\" title=\"The Chemical Brothers - Born In The Echoes\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/The-Chemical-Brothers-Born-In-The-Echoes.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1433\" title=\"The Chemical Brothers - Born In The Echoes Deluxe\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/The-Chemical-Brothers-Born-In-The-Echoes-Deluxe.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (25.07.2015)<\/p>\n<p>So kehren sie nach einiger Zeit der Stille also wieder zur\u00fcck auf den Tanzflur, die Chemical Brothers. Man spricht davon, dass der Vorg\u00e4nger \u201eFurther\u201c von vor f\u00fcnf Jahren eine musikalische Ausnahme zum \u00fcblichen Oeuvre dargestellt habe und dass \u201eBorn In The Echoes\u201c wieder zu alter Form zur\u00fcckkehre, doch stimmt dies nicht ganz. Zum einen lag \u201eFurther\u201c deutlich dichter an der logischen adulten Fortentwicklung dessen, was die Chemical Brothers als Bigbeat-Miterfinder und Dance-Connaisseure bislang produziert hatten, und zum anderen ist \u201eBorn In The Echoes\u201c zwar tats\u00e4chlich in gewisser Weise retro, aber nicht vordergr\u00fcndig auf sich selbst bezogen, also auf die Hochzeit Ende der Neunziger und Anfang der Nuller, sondern auf die Zeit weit davor, n\u00e4mlich Endachtziger-Acid-House und Fr\u00fchachtziger-Minimal-Electro. Sol hei\u00dfen: Die neuen Tracks sind vergleichsweise leer, nicht so \u00fcppig ausgestattet wie die alten. Das hinterl\u00e4sst zun\u00e4chst einen unbefriedigten Eindruck, aber das Album w\u00e4chst, und wie immer bleiben nach einigen Durchlaufen die Songs h\u00e4ngen und kommen die Beine in Bewegung.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wo sonst die wildesten Ger\u00e4usche durcheinanderflirrten und die Sirenen nur so schrien, beschr\u00e4nken sich die Br\u00fcder dieses Mal auf den Beat, den Basslauf, markante (Gesangs-)Melodiesprengsel und dezent eingesetzte Schrilleffekte. Diese Leere innerhalb der Tracks befriedigt nicht die Erwartungen, die man an ein ChemBros-Album hat; man ist entt\u00e4uscht und leicht verwundert. Aber man kennt ja seine Pappenheimer, l\u00e4sst das Album also mehrmals laufen \u2013 und stellt recht bald fest, wo sich die neuen Songs ins Ohr verbei\u00dfen. Und dass sie sich dort dann wohlf\u00fchlen.<\/p>\n<p>Damit vermeiden die Br\u00fcder, sich zu wiederholen, wenngleich hier und da der ein oder andere bekannte Sound irgendwo auftaucht, aber selten so dominant, dass man von einer kompletten Selbstkopie sprechen kann (au\u00dfer in \u201eReflexion\u201c), sondern sie vielmehr als Signatur auffasst. Verknappung ist hier das Zaubermittel: Auf den ersten Eindruck \u00fcberwiegen die l\u00e4ngeren repetetiven Beatpassagen, doch gerade damit bekommen die vermeintlich seltenen Elemente mit gesungenen und gespielten Melodien noch mehr Ohrwurmgewalt. Zudem haben die Brothers ein reiches Angebot an anspruchsvollen Sounds und Effekten, bis hin zum eklatant live klingenden Schlagzeug auf \u201eI&#8217;ll See You There\u201c. \u201eJust Bang\u201c klingt nach 808 State Ende der 80er, oldschooliger Acid House. Atmosph\u00e4ren k\u00f6nnen sie, auch mit Leere. Kunst!<\/p>\n<p>Auf \u201eFurther\u201c fehlten sie, hier sind sie wieder im Boot: die Gasts\u00e4nger. Dieses Mal mit einigen \u00dcberraschungen wie Beck und St. Vincent, aber auch dem Wiederholungst\u00e4ter Q-Tip, der die Referenzsingle \u201eGo\u201c wie weiland \u201eGalvanize\u201c berappt. Das kommt gut, auch, dass mit Annie Clark und Cate Le Bon mal zwei Frauen die Songs veredeln.<\/p>\n<p>Anfangs konzentriert man sich so sehr auf die Musik, weil man sich und seine Erfahrungen mit den ChemBros wiederfinden will, dass der K\u00f6rper mit seinen Bed\u00fcrfnissen hinter denen des Geistes zur\u00fcckbleibt. Das \u00e4ndert sich bald: Man kann nicht stillhalten, selbst wenn man das Album zu Hause beim Fr\u00fchst\u00fcck h\u00f6rt. Jau, das Ding zwingt \u2013 auch mit zwischengestreuten sanfteren St\u00fccken \u2013 zum Tanzen. Erwachsenwerden kann also auch Spa\u00df machen.<\/p>\n<p>Die limitierte Version hat vier Tracks mehr, davon sind aber zwei lediglich l\u00e4ngere Fassungen von Album-Tracks. Urspr\u00fcnglich sollten die wohl auf einer separaten Bonus-CD erscheinen, nun h\u00e4ngen sie aber der Einfachheit und dem durchg\u00e4ngigeren H\u00f6rvergn\u00fcgen halber einfach hintenan. In Japan wird man zudem mit einem f\u00fcnften zus\u00e4tzlichen Track beschenkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (25.07.2015) So kehren sie nach einiger Zeit der Stille also wieder zur\u00fcck auf den Tanzflur, die Chemical Brothers. 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