{"id":1402,"date":"2015-07-10T20:19:35","date_gmt":"2015-07-10T18:19:35","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=1402"},"modified":"2015-08-10T23:50:08","modified_gmt":"2015-08-10T21:50:08","slug":"first-blood-commercial-suicide-und-the-cold-shoulder-live-im-jugendzentrum-b58-braunschweig-am-9-juli-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/first-blood-commercial-suicide-und-the-cold-shoulder-live-im-jugendzentrum-b58-braunschweig-am-9-juli-2015\/","title":{"rendered":"First Blood, Commercial Suicide und The Cold Shoulder \u2013 Live im Jugendzentrum B58, Braunschweig, am 9. Juli 2015"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Commercial-Suicide-22.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1403\" title=\"Commercial Suicide\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Commercial-Suicide-22-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Commercial-Suicide-25.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1404\" title=\"Commercial Suicide\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Commercial-Suicide-25-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><br \/>\n<\/a><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/First-Blood-29.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1405\" title=\"First Blood\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/First-Blood-29-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/> <\/a><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/First-Blood-32.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1406\" title=\"First Blood\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/First-Blood-32-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (10.07.2015) \/ Auch ver\u00f6ffentlicht auf <a title=\"Kult-Tour\" href=\"http:\/\/www.kult-tour-bs.de\/fett-in-die-fresse\/\" target=\"_blank\">Kult-Tour\u00a0\u2013 Der Stadtblog<\/a><\/p>\n<p>Yo. Fett in die Fresse. First Blood: Keine Schn\u00f6rkel, keine Fisimatenten, einfach nur Gitarre-Bass-Schlagzeug-Schreihals. Simple St\u00fccke, die auf Effekt zielen, und den erreichen die Kalifornier: Die \u00fcppige Meute pogt, bangt, circlepittet, h\u00fcpft, gr\u00f6lt mit. Die Musik ist mit Fug und Recht als minimalistisch zu bezeichnen \u2013 ganz anders als die der lokalen Supporter Commercial Suicide, die ihren Melodic Hardcore innerhalb der teils ellenlangen St\u00fccke diverse respektable Haken schlagen lassen. Das ist so progressiv und musikalisch spannend, dass man sich wundert, wie die Musik beider Bands unter dem Rubrum \u201eHardcore\u201c firmieren kann. Die Vorband The Cold Shoulder aus G\u00f6ttingen bedauert der Rezensent \u00fcbrigens, verpasst zu haben.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr First Blood, die im B58 \u00fcbrigens ihren Europatourauftakt begehen, ist die Zeit stehen geblieben: Die Mucke pumpt nicht anders als die vergleichbarer Metalcore-Combos vor 20 und mehr Jahren. Shouter Carl Schwartz schreit sich mit den \u00fcblichen Hardcore-Themen die Seele aus dem Leib, f\u00fcr die anderen drei Musiker gibt es kaum zu tun, um die Massen zum Bouncen zu bringen: Die Eins\u00e4tze von Gitarre, Bass und Schlagzeug sind aufs Wesentliche beschr\u00e4nkt, und selbst das definiert die Band noch als sp\u00e4rlich. Alle paar Minuten gibt es einen Rhythmuswechsel, vom satten Headbanger zum flotten Punkrocker. Aber es reicht aus f\u00fcr eine gute Party: Vor der B\u00fchne fliegen die Arme hoch, brechen die Nacken, rennen letztlich um die sieben Leute im Kreis. Ab und zu h\u00e4lt Schwartz jemandem zu seinen F\u00fc\u00dfen das Mikro vor die Nase, der sich dann gr\u00f6lenderweise als \u00fcberraschend textsicher entpuppt. Zwischendurch kommt Schwartz aus dem Labern nicht heraus. Er lobt etwa den B58-Chef Frank Tobian, den er \u201eTubaien\u201c ausspricht; auch die korrekte Aussprache von \u201eBraunschweig\u201c ist ihm ein Thema: Mit \u201eBrunswaik\u201c liegt er zun\u00e4chst leicht daneben. Schon m\u00f6rtlet die Band wieder los. Ein knappes St\u00fcndchen, dann sind alle platt.<\/p>\n<p>Erstaunlich, eigentlich. Denn bei Lichte betrachtet, ist die Musik von First Blood sogar fast langweilig. Es passiert einfach nichts. Zwischendurch gibt es mal einen Song, bei dem der Schlagzeuger etwas mehr zeigen darf, aber das war&#8217;s dann auch schon. Und Schwartz&#8216; Geschrei ist auch nichts f\u00fcr eine Dauerbeschallung, daf\u00fcr wechselt seine Tonlage zu selten. Es fehlen die Raffinessen. Aber die braucht man nicht, wenn man einfach nur in die Fresse hauen will. Nicht umsonst hat sich die Band nach dem Originaltitel von \u201eRambo\u201c benannt. Und \u00fcbrigens gibt\u2019s die personell recht wechselhafte Combo gerade mal seit einer guten Dekade, aber hey, damit kommen Nachgeborene eben auch noch mal in den Genuss, wie es war, damals, in den 80ern oder 90ern, als aus dem Punkrock der staubtrockene Hardcore wurde, der in manchen Anteilen bald die Grenze zum Metal erreichte und damit zum Herumh\u00fcpfen anregte. Wenn man mag, h\u00f6rt man bei First Blood Einfl\u00fcsse wie Madball, Cro-Mags, Biohazard, Sick Of It All und Agnostic Front heraus, also die Heroen und Fackeltr\u00e4ger des Hardcore. Stilecht gehalten sind sogar die Cover der bislang zwei Alben, das j\u00fcngste mit Frakturschrift und schwarzwei\u00dfer Polizeigewalt.<\/p>\n<p>F\u00fcrs schlichte Durchmoshen sind Commercial Suicide vermutlich einfach mal zu komplex. In einem Song \u00e4ndern sich Rhythmus, Tempo und wer wei\u00df was noch alles h\u00e4ufiger als bei First Blood \u00fcberhaupt. Damit sind sie musikalisch um L\u00e4ngen spannender, taugen aber offenbar nur bedingt zur Party. Vordergr\u00fcndig lockt die Band mit einem beinahe dem Pop nahen Melodic Hardcore, aber wer nur deswegen dazuschaltet, bekommt eine viel abwechslungsreichere Packung um die Ohren geschlagen, links-rechts. Was der Schlagzeuger aus seinem Apparat herausholt, sprengt alle Genregrenzen: Er kann Punk, er kann aber auch Metal, mit Doublebass-Attacken, und mit fiesen Tempowechseln, mit abrupten Breaks, die das Mitbangen erschweren. Der Bass ist deutlich vernehmbar mit massivstem Metall bespannt. Drumherum spricht die geballte Kraft der zwei Gitarren, mit wahlweise respektive gelegentlich gleichzeitig sch\u00f6nen Melodien, \u00fcberraschenden Experimenten und sattester Heavyness. Der Shouter shoutet nicht einfach, er kann singen, klar und sicher, und bringt damit den angedeuteten Melodic-Aspekt in die Musik ein. Man k\u00f6nnte insgesamt fast von Progressive Hardcore sprechen. Damit machen sich Commercial Suicide sogar um L\u00e4ngen attraktiver, als auf den beiden CDs, die sie bereits ver\u00f6ffentlichten. Und als der Haupt-Act eben auch.<\/p>\n<p>Egal, eine schwei\u00dfnasse Sommernacht, auch ohne tropische Temperaturen drau\u00dfen. Nach First Blood muss man sich zwar den Kiefer wieder gerader\u00fccken, aber da ist kein Schaden entstanden, der nicht mit ein paar Bieren wieder zu reparieren w\u00e4re.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (10.07.2015) \/ Auch ver\u00f6ffentlicht auf Kult-Tour\u00a0\u2013 Der Stadtblog Yo. Fett in die Fresse. First Blood: Keine Schn\u00f6rkel, keine Fisimatenten, einfach nur Gitarre-Bass-Schlagzeug-Schreihals. 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