{"id":1363,"date":"2015-06-21T21:50:31","date_gmt":"2015-06-21T19:50:31","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=1363"},"modified":"2015-06-22T00:01:03","modified_gmt":"2015-06-21T22:01:03","slug":"taxi-driver-100-compilation-taxi-driver-records-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/taxi-driver-100-compilation-taxi-driver-records-2015\/","title":{"rendered":"Taxi Driver 100 \u2013 Compilation \u2013 Taxi Driver Records 2015"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1364\" title=\"Taxi Driver 100\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Taxi-Driver-100.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (21.06.2015)<\/p>\n<p>Eine herrliche Zufallsentdeckung im Urlaub ist das kleine Label Taxi Driver Records, das so hei\u00dft wie der dazugeh\u00f6rige Laden in Genua. Schwerpunkt ist Doom Metal in allen erdenklichen Spielarten, was bedeutet, dass filigran-schleppende schwarze Jazzt\u00f6ne ebenso vertreten sind wie Post-Rock, melodi\u00f6se Progressivit\u00e4t, kraftvoller Blues und 70er-selige Rifforgien. Das ist die richtige Musik f\u00fcr den Sommeranfang, die das Label nun mit einer kostenlos herunterladbaren Oeuvreschau anbietet.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Als w\u00e4re Genua als Stadt nicht schon geil genug, empfiehlt sich Taxi Driver Records als zus\u00e4tzlicher Anreiz, seine Zeit in der Hafenstadt zu verbringen. \u201eTaxi Driver 100\u201c ist der passende Soundtrack dazu. Es donnert, wie es die Unwetter zwischen K\u00fcste und Bergen in Ligurien oft tun, leider. Dann offenbart das Klima seine zerst\u00f6rerische Kraft, rafft Autos und H\u00e4user davon, walzt sich durch ausgetrocknete Flussbetten, rei\u00dft B\u00e4ume aus und mit sich, schl\u00e4gt letztlich mit einer latent todbringenden Wucht ins Meer, wo l\u00e4ngst die Wellen donnern, nicht minder infernalisch.<\/p>\n<p>Diese Urgewalt kleiden die Bands auf \u201eTaxi Driver 100\u201c in Musik, man kann das Bild weitgehend \u00fcbertragen. Es donnert das Schlagzeug, es rumpeln B\u00e4sse, Gitarren flirren, wummern, malmen, schwelgen, stampfen, und dazu schreien sich Menschen orkanartig die Stimmen aus der Kehle.<\/p>\n<p>Es ist angenehm, wie homogen die Bands dabei einerseits sind, wie unterschiedlich sie aber andererseits aber ihre jeweiligen Qualit\u00e4ten ausspielen. W\u00e4hrend die einen dezent dem Post-Rock den Vorzug geben, fallen andere inmitten ihres Gemalms in ein an die NWoBHM der fr\u00fchen 80er erinnerndes Galoppieren. Wo die einen mit ihren Gitarren die Melodien zelebrieren, verwenden andere sie dazu, w\u00fcstenrockartige heruntergestimmte Riffs zu erzeugen. Wo die einen ihre ellenlangen Tracks verschachteln, bleiben andere auf gleicher L\u00e4nge in einer Stimmung verhaftet oder kommen andere in wenigen Minuten auf den Punkt, knackig verpackt. Wo sich die einen in Heavyness ergehen, untermalen andere ihren d\u00fcsteren Ambient mit einer Trompete. Wo die einen topmodern von der Gegenwart in die Zukunft preschen, zelebrieren andere mit eigenen Mitteln die Errungenschaften l\u00e4ngst verblichener Vorbilder.<\/p>\n<p>Diese Vorbilder sind sehr unterschiedlich, ebenso wie die Ergebnisse. Nat\u00fcrlich haben die Genuesen Neurosis, Kyuss und Black Sabbath geh\u00f6rt. Andere gehen weiter: Kr\u00f6wnn etwa wildern in Skandinavien bei wikingischen Themen, Morgengruss haben bestimmt ein paar Alben von Bohren &amp; der Club Of Gore im Regal stehen, Vanessa Van Basten verpostrockt \u201eFascination Street\u201c von The Cure zum \u201eFascination Trip\u201c. Welcher H\u00f6rer schreit da nach tats\u00e4chlich Neuem? Das ist naturgem\u00e4\u00df schwierig und findet sich hier in den Kombinationen, in der Umsetzung, im Crossover. Die Eigenst\u00e4ndigkeit ist hier vermutlich eher in der Geographie repr\u00e4sentiert, denn erwarten w\u00fcrde man diese Art von Musik nun mal nicht am zumeist sonnigen Mittelmeer. Qualit\u00e4t findet sich zudem im Handwerk und in der Komposition. Und hey, letztlich findet sich in den 80 Minuten einfach mal geile Mucke. \u201eTaxi Driver\u201c sollte man auf jeden Fall im Auge behalten. Und beim n\u00e4chsten Urlaub als Ziel einplanen. Ebenso wie Platz im Gep\u00e4ck f\u00fcr ganz viel Vinyl.<\/p>\n<p>Links:<br \/>\n<a title=\"Taxi Driver 100\" href=\"https:\/\/taxidriverstore.bandcamp.com\/album\/taxi-driver-100\" target=\"_blank\">Download von Taxi Driver 100 auf Bandcamp<\/a><br \/>\n<a title=\"Taxi Driver Records\" href=\"http:\/\/www.taxidriverstore.com\/shop\/index.php\" target=\"_blank\">Die Webseite des Labels und Shops<\/a><\/p>\n<p>Tracklist:<br \/>\n01 Eremite \u2013 Drift Away 09:33<br \/>\n02 Hyperw\u00fclff \u2013 Raging Hunger 07:56<br \/>\n03 Nudist \u2013 See The Light Beyond The Spiral 07:46<br \/>\n04 Satori Junk \u2013 Monsters 09:23<br \/>\n05 Jussipussi \u2013 Bury You Deep 04:38<br \/>\n06 Psychedelic Witchcraft \u2013 Angela 04:57<br \/>\n07 Morgengruss \u2013 River&#8217;s Call 05:33<br \/>\n08 Kr\u00f6wnn \u2013 Sleipnir 04:13<br \/>\n09 Antea \u2013 Distorted Truth 03:47<br \/>\n10 Flying Disk \u2013 I Don&#8217;t Feel Anything 02:59<br \/>\n11 Fabio Cuomo \u2013 Il Sogno Del Reale 05:28<br \/>\n12 Sator \u2013 R Sparrow Is Coming Back 09:02<br \/>\n13 Vanessa Van Basten \u2013 Fascination Trip 04:32<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (21.06.2015) Eine herrliche Zufallsentdeckung im Urlaub ist das kleine Label Taxi Driver Records, das so hei\u00dft wie der dazugeh\u00f6rige Laden in Genua. 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