{"id":1237,"date":"2015-04-06T11:29:47","date_gmt":"2015-04-06T09:29:47","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=1237"},"modified":"2015-04-06T11:34:17","modified_gmt":"2015-04-06T09:34:17","slug":"der-weg-einer-freiheit-stellar-season-of-mist-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/der-weg-einer-freiheit-stellar-season-of-mist-2015\/","title":{"rendered":"Der Weg einer Freiheit \u2013 Stellar \u2013 Season Of Mist 2015"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1238\" title=\"Der Weg einer Freiheit - Stellar\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Der-Weg-einer-Freiheit-Stellar.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1239\" title=\"Der Weg einer Freiheit - Stellar 7''\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Der-Weg-einer-Freiheit-Stellar-7jpg.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (06.04.2015)<\/p>\n<p>Glaubt man den einschl\u00e4gigen Black-Metal-Kreisen, geh\u00f6ren Der Weg einer Freiheit inzwischen zum Hype und sind damit bei den eingefleischten H\u00f6rern schon wieder uninteressant. Ja, so geht es zu im Untergrund, schon immer und auch 2015 noch. Gut, dann sei \u201eStellar\u201c, das dritte Album der W\u00fcrzburger, eben aus Sicht eines Au\u00dfenstehenden rezipiert. Der hat nun seine Freude daran, dass sich Der Weg einer Freiheit eben nicht sklavisch an Genrevorgaben halten. Die zwischen die traditionellen Parts mit Blast Beats, Rumschreien und kalten Gitarren gesetzten klaren Passagen mit ordentlich Power und dichten Gitarrenteppichen jedenfalls machen die Musik f\u00fcr den Uneingeweihten deutlich attraktiver als die klassisch-skandinavischen Kirchenkoklersoundtracks. Auf typische Posen und Corpsepaint verzichten Der Weg einer Freiheit dankbarerweise auch.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Black Metal war sicherlich in seinen Anf\u00e4ngen eine akustische und mit dem ganzen Antichristenged\u00f6ns auch inhaltliche Protestform, aber wie es in allen Szenen der Fall ist, die in die Jahre kommen, etablierte sich auch hier l\u00e4ngst eine Art Spie\u00dfertum. Wer nicht ist wie Mayhem, Burzum oder Artverwandte, ist nicht trve. So kocht die Posse ihr oft geschmackloses S\u00fcppchen, w\u00e4hrend offenere Komponisten attraktive Elemente der Musik aufgreifen und mit anderen Spielarten vermengen. Da gab es naheliegende Br\u00fccken wie die zum Death Metal (Opeth), inzwischen reichen die Verweise aber auch viel weiter, etwa zum Shoegaze (Alcest). Solche Ausw\u00fcchse stellen nun eigentlich den Protest gegen den Urprotest dar und sind somit zwangsl\u00e4ufig progressiver als die Basis, sagt der Au\u00dfenstehende.<\/p>\n<p>Der Weg einer Freiheit nun lassen sich nicht komplett zum Shoegaze hinrei\u00dfen, auch wenn sie stille oder rasant ambientale Passagen auf ihren Alben zulassen. Ihre ruhigen Sequenzen sind nicht so warm wie etwa bei Solbrud, die Gitarren strahlen meistens eine latente K\u00e4lte aus. Nicht vordergr\u00fcndig auf Sch\u00f6nheit ist die Musik angelegt, wenngleich die Band den Hang zu solcher nicht verbergen kann; auch das bereichert den Sound und macht die Platte attraktiv.<\/p>\n<p>Die schnellen Passagen sind technisch einwandfrei und in einer Art und Weise in die Songs platziert, dass sie nicht f\u00fcr sich selbst stehen und damit plakativ wirken, sondern den jeweiligen Track abwechslungsreich machen. Auch in den Breaks zeigen Der Weg einer Freiheit ihre handwerkliche Finesse, indem sie die einzelnen Passagen nicht einfach auf Kante stricken, sondern mit interessanten Ideen verkn\u00fcpfen und damit von H\u00f6rer weitere Aufmerksamkeit abverlangen. Kopfnicken ist zwar m\u00f6glich, aber da die Gitarren auf \u201eStellar\u201c eher unterk\u00fchlt sind, stellt sich nicht so sehr das Gef\u00fchl von Groove ein wie etwa im Death Metal. Vielmehr l\u00e4sst man sich vom Soundrausch hinfortfegen und freut sich an den erstklassigen L\u00e4rmwellen des Albums.<\/p>\n<p>Die limitierte Fassung der LP kommt mit einer 7\u201c-Single, beide Vinyls \u00fcbrigens auch in Blau oder Milchwei\u00df, mit zwei Bonus-Tracks, die es in sich haben: \u201eIdyll\u201c ist eine feine, extrem entschleunigte Akustikpreziose, \u201eUnendlich\u201c unterstreicht den Abwechslungsreichtum der Band zwischen Entspannung und fast doomend flirrendem L\u00e4rm. Beide Tracks gibt es auch auf der limitierten Digipak-CD.<\/p>\n<p>Ist dies nun Mainstream? Schei\u00df druff. Aus der Draufsicht beim besten Willen nicht; und wenn Der Weg einer Freiheit Mainstream w\u00e4ren, h\u00e4tte der Mainstream erstmals seit Ewigkeiten endlich mal wieder guten Geschmack. Das ist aber nicht der Fall, also sind sie auch kein Mainstream. QED. Oder so.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (06.04.2015) Glaubt man den einschl\u00e4gigen Black-Metal-Kreisen, geh\u00f6ren Der Weg einer Freiheit inzwischen zum Hype und sind damit bei den eingefleischten H\u00f6rern schon wieder uninteressant. 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