{"id":1223,"date":"2015-04-03T11:05:35","date_gmt":"2015-04-03T09:05:35","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=1223"},"modified":"2015-04-05T23:20:00","modified_gmt":"2015-04-05T21:20:00","slug":"akasha-project-live-in-der-kaufbar-in-braunschweig-am-2-april-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/akasha-project-live-in-der-kaufbar-in-braunschweig-am-2-april-2015\/","title":{"rendered":"Akasha Project \u2013 Live in der KaufBar in Braunschweig am 2. April 2015"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Akasha-886.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1224\" title=\"Akasha Project\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Akasha-886-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Akasha-889.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1225\" title=\"Akasha Project\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Akasha-889-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Akasha-890.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1226\" title=\"Akasha Project\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Akasha-890-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Akasha-893.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1227\" title=\"Akasha Project\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Akasha-893-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Akasha-896.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1228\" title=\"Akasha Project\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Akasha-896-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Akasha-903.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1229\" title=\"Akasha Project\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Akasha-903-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (03.04.2015)<\/p>\n<p>Dieser Artikel ist auch ver\u00f6ffentlicht auf <a title=\"Kult-Tour Braunschweig\" href=\"http:\/\/www.kult-tour-bs.de\/akasha-project-live-in-der-kaufbar\/\" target=\"_blank\">Kult-Tour Braunschweig<\/a>.<\/p>\n<p>Ambient-Musik hat bisweilen trotz aller Entspannt- und Sch\u00f6nheit etwas vermeintlich Strukturloses, Beliebiges. Uneingeweihten geht es wie manchen beim H\u00f6ren klassischer Musik: Man fragt sich, warum wann was passiert und wann es endlich mal so richtig losgeht. Der Braunschweiger Barnim Schultze steuert mit seinem Akasha Project auf seine Weise dagegen: Er legt seinen St\u00fccken eine wissenschaftliche Formel zugrunde und kreiert um die sich daraus ergebenden Grundvoraussetzungen eigene Ideen herum. Seine Basis war in der KaufBar die Idee, dass jedem Planeten Frequenzen zugrunde liegen, die er \u00fcber die \u201eKosmische Oktave\u201c in den h\u00f6rbaren Bereich rechnete und so f\u00fcr jeden Planeten einen Ton und einen Beat ermittelte. Der Rest kam aus seinem Geist und aus seinen technischen Apparaturen. Sein Live-Ambient war daher so abwechslungsreich, dass er die gechillten H\u00f6rer zur Aufmerksamkeit zwang. Bestandteil des Zweieinhalbstundenprogramms waren zudem wissenswerte Hintergrundinfos.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der Live-Gig basierte grob auf Schultzes bislang letztem Album \u201eSolar System\u201c aus dem Jahr 2012, auf dem er zu sieben Planeten inklusive Erdenmond die Frequenzen errechnete und daraus Musik machte. Das Album erf\u00fcllt indes vornehmlich die Vorstellungen von strukturlosem Ambient; es klingt wundervoll, aber kaum greifbar. Offenbar reichte dieser Ansatz Schultze selbst f\u00fcr sein Projekt nicht mehr aus, denn live entwickelte er sich zum Soundderwisch, der Bock darauf hatte, sich zu bewegen. Die Basis f\u00fcr seine ausufernden, bis zu 30 Minuten langen Tracks bildeten nach wie vor die errechneten Planetent\u00f6ne, doch w\u00e4hrend seine Musik auf dem Album klingt, als w\u00e4ren die St\u00fccke lange Intros zu etwas Gr\u00f6\u00dferem, lieferte er in der KaufBar dieses Gr\u00f6\u00dfere.<\/p>\n<p>Die Keyboardteppiche bildeten nicht mehr nur den Hauptteil, sondern lediglich einen Leitfaden. Mit sichtbar guter Laune und hoher Konzentration rief Schultze aus seinem scheinbar minimalen Technikpark Sounds und Samples ab, mit denen er eigenwillige, einmalige und immer harmonische Tracks schuf. Gelegentlich streute er Melodiefetzen ein, die nach nahem und fernem Osten klangen, schuf sich wiederholende extrem reduzierte Basstupfer, verschob die Sounds in \u00fcberraschende neue Regionen, w\u00e4hrend man ihnen lauschte, und garnierte manche St\u00fccke mit Frauenstimmen, Streichern und sogar einem Akkordeon. Schon auf diese Weise brachte er das Publikum zum unambientm\u00e4\u00dfigen Mitnicken; dabei belie\u00df er es nicht, Schultze setzte angemessen dezente Rhythmuspatterns in manche Tracks. Beinahe h\u00e4tte man dazu getanzt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend man lauschte, dr\u00e4ngten sich fast zwangsweise Analogien auf. Schultzes Synthesizersounds klangen partiell antik, aber nicht antiquiert: Sie erinnerten an die 80er, an Jean Michel Jarre oder Mike Oldfield. Die Strukturen hingegen, besonders die Eingangssequenzen seiner St\u00fccke, lie\u00dfen Namen wie Tangeriene Dream oder Brian Eno im Geiste erscheinen. Aber Schultze blieb ganz bei sich selbst, der Abend festigte die Konturen seines Akasha Projects. Er lebte seine sprudelnden Ideen, kam im Laufe eines Tracks immer wieder zu bestimmten Themen zur\u00fcck, variierte die Ausnahmen, tastete, drehte, dr\u00fcckte auf seiner Apparatur herum und groovte dazu gelegentlich selbst. Mit jedem Soundwechsel forderte Schultze neue Aufmerksamkeit ein, gestattete aber auch das grunds\u00e4tzliche Zur-Ruhe-Kommen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zur beeindruckenden und eigenwilligen Musik erhielt das Publikum auch noch haufenweise Infos. Schultze erwies sich dabei als begeisternd \u00e4hfreier Vortragender. Ausgang f\u00fcr seine Musik war die Formel (1\/a)*2<em><sup>n<\/sup><\/em>=f. Dabei bezeichnet a die Rotation eines Planeten; das kann die Dauer einer Sonnenumrundung oder einer Eigendrehung sein, dazu gibt es zahllose weitere m\u00f6gliche Frequenzen. Der Kehrwert, also Eins geteilt durch diesen Wert, ergibt die Hertzzahl, also die Takte pro Sekunde. Bei Planeten ist das eine Null mit weiteren vielen Nullen nach dem Komma, bis es endlich zu anderen Zahlen kommt \u2013 klar, so ein Planet ist vergleichsweise langsam unterwegs. Entsprechend unh\u00f6rbar sind diese Frequenzen f\u00fcr das menschliche Ohr. Mit solchen Themen befassten sich Forscher wie Pythagoras von Samos, Johannes Kepler und Hans Coustos, mit dem Schultze bereits diverse Male zusammenarbeitete. Aus deren Ideen ergab sich die Erkenntnis, dass man die Planetent\u00f6ne h\u00f6rbar machen kann, indem man die Oktavenverdoppelung anwendet, und zwar so oft, bis der vom Menschen wahrnehmbare Frequenzbereich erreicht ist; abgebildet ist dieser Ansatz im Teil 2<em><sup>n<\/sup><\/em>=f. Das Ergebnis nennt sich \u201eKosmische Oktave\u201c. F\u00fcr das Erdenjahr ergibt sich ein tiefer gestimmtes Cis, das der Menschheit laut Schultze schon ewig bekannt ist, etwa im tibetischen Ton \u201eOm\u201c, und sich au\u00dferdem auch in inneren Abl\u00e4ufen im K\u00f6rper wiederfindet. Schultze deckte enorm spannende Details und Zusammenh\u00e4nge aus Astronomie, Astrologie, Mythologie und anderen Wissenschaften auf. Sein Ansatz blieb bei aller m\u00f6glicher Esoterik wissenschaftlich; das machte es sehr angenehm, seinen Ausf\u00fchrungen zu folgen.<\/p>\n<p>Angemessen konzentriert zeigte sich daher auch weitgehend das Publikum in der vollen KaufBar. Nur in Ausnahmen durchbrachen einige Kommentare die konzentrierte Stimmung, in der Regel war es fast ein Wettbewerb, so sp\u00e4t wie m\u00f6glich nach dem letzten verklungenen Ton \u00fcberhaupt mit dem Applaus zu beginnen. Der fiel daf\u00fcr umso st\u00fcrmischer aus.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens ist Schultze mit seinem Akasha Project seit 1989 aktiv und weltweit in bestimmten Kreisen, etwa Goa, Psytrance oder eben Ambient, eine feste Gr\u00f6\u00dfe. Nicht nur die auch in Hermann Hesses \u201eGlasperlenspiel\u201c anklingenden Planetent\u00f6ne setzte Schultze um, Grundlagen f\u00fcr seine Arbeiten waren auch schon Drogen wie MDMA, LSD und THC oder das Wasserstoffatom. Zu den einzelnen Frequenzen der Erde kehrt Schultze immer wieder zur\u00fcck. Auf die Erde auch: In Braunschweig spielt er am 24. Oktober 2015 in der Martinikirche \u2013 ein Traum, so Schultze, an dem er lange arbeitete.<\/p>\n<p><a title=\"Akasha Project\" href=\"http:\/\/www.akashaproject.de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.akashaproject.de\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (03.04.2015) Dieser Artikel ist auch ver\u00f6ffentlicht auf Kult-Tour Braunschweig. Ambient-Musik hat bisweilen trotz aller Entspannt- und Sch\u00f6nheit etwas vermeintlich Strukturloses, Beliebiges. 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