{"id":1172,"date":"2015-03-15T20:17:37","date_gmt":"2015-03-15T19:17:37","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=1172"},"modified":"2015-03-16T00:01:36","modified_gmt":"2015-03-15T23:01:36","slug":"das-vollplaybacktheater-pulp-fiction-live-im-festsaal-der-rudolf-steiner-schule-in-wuppertal-am-12-marz-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/das-vollplaybacktheater-pulp-fiction-live-im-festsaal-der-rudolf-steiner-schule-in-wuppertal-am-12-marz-2015\/","title":{"rendered":"Das Vollplaybacktheater: Pulp Fiction \u2013 Live im Festsaal der Rudolf-Steiner-Schule in Wuppertal am 12. M\u00e4rz 2015"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/VPT14.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1173\" title=\"VPT14\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/VPT14-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/VPT15.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1174\" title=\"VPT15\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/VPT15-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/VPT16.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1175\" title=\"VPT16\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/VPT16-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/VPT23.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1176\" title=\"VPT23\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/VPT23-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (15.03.2015)<\/p>\n<p>Zwei S\u00e4tze, die der Rezensent vom Wuppertaler Vollplaybacktheater nicht mehr zu h\u00f6ren gehofft h\u00e4tte: \u201eWir machen auf jeden Fall weiter mit &#8217;ner neuen Produktion\u201c \u2013 und \u201eWuppertal \u2013 Rock&#8217;n&#8217;Roll!\u201c. Denn eigentlich hatte sich das dem Punkrock n\u00e4her als der Hochkultur stehende Theaterensemble vor einiger Zeit in eine Pause auf unbestimmte Dauer verabschiedet. Die wiederum hatte zum auslaufenden Winter beendet sein sollen, doch als die Tour startete, erlebte das Vollplaybacktheater seinen unr\u00fchmlichen Rock&#8217;nRoll-Moment: Der Tourmanager verschwand mit der Kasse. Versuchte es das Team zun\u00e4chst noch auf eigenen Beinen, musste es die Vergeblichkeit dieses Unterfanges einsehen und den Rest der Tour absagen. Zu Hause, das immerhin, funktionieren Auftritte ganz ohne Tourmanager. Kurzerhand nach Wuppertal ged\u00fcst, erlebte der Rezensent also den traditionellen Abschlussruf dieses Mal mit dem Namen der VPT-Heimatstadt \u2013 so einfach kann Gl\u00fcck sein.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u201eWuppertal \u2013 Rock&#8217;n&#8217;Roll\u201c, ein Ausruf f\u00fcrs ewige Tagebuch. Mit und also in Hannover, Wolfenb\u00fcttel, Celle, Oldenburg und Braunschweig hatte der Rezensent den Schlachtruf bereits jeweils vernommen, aber auf das Gl\u00fcck, diesen jemals in Zusammenhang mit dem Namen der Wiege des Ensembles zu h\u00f6ren, h\u00e4tte er nie zu hoffen gewagt. Drei Tage hatte das Vollplaybacktheater in seiner Heimatschule angesetzt und wegen der gro\u00dfen Nachfrage noch den Donnerstag vorangestellt, der indes nicht ausverkauft war, dem aber \u2013 wie allen vier Auftritten \u2013 eine Soli-Versteigerung von VPT-Devotionalien im Foyer voranging. Die freien R\u00e4nge, so erl\u00e4uterten es die ansonsten nicht sprechenden Schauspieler am ersten Abend dankbar, seien von den \u201eIch kann leider nicht kommen\u201c-Ticketk\u00e4ufern besetzt. Eine gro\u00dfe Unterst\u00fctzung sei dem Team zuteil geworden, stellte es fest. Muss ja, sarichma.<\/p>\n<p>So war der Auftritt am Donnerstag also der erste nach dem gro\u00dfen Debakel. Vielleicht lag es daran, vielleicht aber auch am Stoff, dass der Funke nicht ganz so spr\u00fchend \u00fcbersprang wie bei vorherigen Programmen. Vielleicht war das Publikum auch einfach nur regungslos vor Gl\u00fcck, dass das VPT \u00fcberhaupt noch einmal auftrat, vielleicht war es aber auch zu konzentriert mit dem dennoch fabelhaften B\u00fchnengeschehen besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Nicht wie sonst auf ein H\u00f6rspiel, sondern auf die Synchronspur eines Filmes hatte des das VPT dieses Mal abgesehen: Auf \u201ePulp Fiction\u201c, seit Jahren schon mit einer konkreten Szene fester Bestandteil der Shows. Jules und Vincent befanden sich immer wieder mal im Disput mit den Drei Fragezeichen, die an dessen Ende erschossen in ihrer Zentrale lagen. So auch dieses Mal, und gottseidank kommt keine VPT-Produktion, was sie auch als Hauptthema haben mag, ohne die Drei Fragezeichen aus, mit denen die Idee zu dem Theaterkonzept \u00fcberhaupt einst gestartet war: Als Schulauff\u00fchrung hatten sich einige Leute den Spa\u00df gemacht, zu einer laufenden Drei-Fragezeichen-H\u00f6rspielkassette auf der B\u00fchne den Mund zu bewegen. Daraus war ein mit allerlei Querverweisen versetzten Tourprogramm geworden, von dem das Ensemble sogar leben konnte.<\/p>\n<p>Und jetzt endlich wieder. Eine der vielen Parallelgeschichten in \u201ePulp Fiction\u201c ist die von dem Koffer, der eigentlich dem Gangsterk\u00f6nig Marsellus Wallace geh\u00f6rt und den Vincent und Jules einigen Halbstarken wieder abkn\u00f6pfen sollen. Koffer spielten auch bei den Drei Fragezeichen innerhalb der bisherigen knapp 175 H\u00f6rspiele immer mal wieder eine Rolle, da boten sich diverse Kreuz\u00fcbers an. Die gipfelten in der absurden Szene, in der Justus, Peter und Bob im Angesicht der Killer die wahnwitzigsten Objekte auflisten, die in dem Koffer stecken k\u00f6nnten. Diese assoziativen Dauerfeuer-Schnipselpuzzle geh\u00f6ren seit jeher zu den kreativen H\u00f6hepunkten der VPT-Produktionen. Darin muss ein gewaltiger Aufwand stecken, alle H\u00f6rspiele auf passende Sequenzen hin abzuklopfen und die dann zusammenzuschneiden \u2013 und auswendig zu lernen. Ebenso der neu gestaltete letale Dialog mit Jules und Vincent, in dem Justus ein Butterbrot isst, das ihm seine Tante Mathilda zubereitete, und das Jules beharrlich als \u201eBig Kahuna Burger\u201c bezeichnet. Wer in diesen Szenen naturgem\u00e4\u00df lachte, verpasste dabei einiges.<\/p>\n<p>In der zweiten H\u00e4lfte tauchten die Drei Fragezeichen nicht mehr auf, und da offenbarte sich dann, dass \u201ePulp Fiction\u201c allein zwar eine gro\u00dfartige Story abgibt, aber leider deutlich weniger Humorpotential. Das VPT fand aber immer etwas Passendes zum Dazwischenschnippeln: Boxer Butch bekam einen Anruf von der Gewitter-Oma und hatte vor Stress \u201ezweehundert Puls\u201c. Vincent und Mia Wallace erhielten vom zwischenzeitlich juvenilen Kellner Aberdutzende von Eissorten aufgez\u00e4hlt. In der ber\u00fchmten Tanzszene verwurstete das Ensemble weitere Chartshits, die \u00fcber alberne Choreografien traurige Ber\u00fchmtheit erlangt hatten. Wie immer war die Zahl der Verweise in der Show nahezu un\u00fcberschaubar, sie reichten vom \u201eWei\u00dfen Hai\u201c \u00fcber \u201eTKKG\u201c, \u201eDexter\u201c, \u201eNightmare On Elm Street\u201c, \u201eHannibal\u201c und s\u00e4mtlichen weiteren Werken von \u201ePulp Fiction\u201c-Regisseur Quentin Tarantino bis hin zum extrem kurzen Auftritt von \u201eJohn Sinclair\u201c, der kurz \u201eden rechten Fu\u00df vor, das Linke Bein nachziehen\u201c durfte. Angenehm war, dass die Querverweise nicht so sehr \u00fcberhand nahmen, dass die Show un\u00fcbersichtlich wurde; die dem Gig zugrundeliegende Handlung kam nicht zu kurz. Und \u00fcberdies bewiesen die Schauspieler eine fantastische Wandlungsf\u00e4higkeit: Die Filmfiguren waren ausgezeichnet getroffen.<\/p>\n<p>Mit Blick auf den Umstand, dass es weniger lustige Sequenzen gab als fr\u00fcher, bleibt wom\u00f6glich festzustellen, dass das VPT mit seinem Publikum und den Jahren an Erfahrung erwachsen geworden ist. Raum f\u00fcr Absurdes bleibt, die Grundhaltung ist aber weniger kindlich-experimentell \u2013 das haben die Darsteller l\u00e4ngst hinter sich. So hatte man vielleicht ein weniger spr\u00fchendes Erlebnis, aber deshalb noch lange kein schlechteres. Eine solide Show, die Mut macht und die die Hoffnung weckt, dass es mit dem VPT k\u00fcnftig weitergeht. \u201eWuppertal \u2013 Rock&#8217;n&#8217;Roll!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (15.03.2015) Zwei S\u00e4tze, die der Rezensent vom Wuppertaler Vollplaybacktheater nicht mehr zu h\u00f6ren gehofft h\u00e4tte: \u201eWir machen auf jeden Fall weiter mit &#8217;ner neuen Produktion\u201c \u2013 und \u201eWuppertal \u2013 Rock&#8217;n&#8217;Roll!\u201c. 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