{"id":1165,"date":"2015-03-11T12:03:26","date_gmt":"2015-03-11T11:03:26","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=1165"},"modified":"2015-03-11T12:05:43","modified_gmt":"2015-03-11T11:05:43","slug":"murder-at-the-registry-notsorry-murder-at-the-registry-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/murder-at-the-registry-notsorry-murder-at-the-registry-2014\/","title":{"rendered":"Murder At The Registry \u2013 Notsorry \u2013 Murder At The Registry 2014"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1166\" title=\"Murder At The Registry - Notsorry\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Murder-At-The-Registry-Notsorry.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (11.03.2015)<\/p>\n<p>Wie aus dem Nichts ist es da: Das seit sieben, acht Jahren unver\u00f6ffentlichte Album \u201eNotsorry\u201c von Murder At The Registry, Braunschweigs ber\u00fchmtester Gothic-Rock-Band. Zumindest als CDr macht S\u00e4nger und Bandchef Tom Stach alias Tomasz das Werk nun zug\u00e4nglich, mit der Option auf eine offizielle Ver\u00f6ffentlichung. Ein Schicksalsschlag hatte die Bandaktivit\u00e4ten 2007 torpediert und stillgelegt, doch seit einiger Zeit ist Tomasz wieder mit neuen Mitstreitern unter dem Banner Murder At The Registry unterwegs \u2013 in diesem Zuge will er auch \u201eNotsorry\u201c nicht l\u00e4nger zur\u00fcckhalten. Der H\u00f6rer soll nun wissen: Das ist auch gut so, denn Freunde klassischen Gruftrocks mit Schlagseite zum Post Punk werden hier klischeefrei mit zumindest f\u00fcr sie \u00fcberwiegend neuem Material von hoher Qualit\u00e4t bedacht.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>MATR gibt es seit Ende der 80er und geh\u00f6ren damit zur zweiten Welle der (britisch gepr\u00e4gten) Gothicrocker, was bedeutet, dass die Musik weniger als die erste Welle von Bands wie Pink Floyd, Roxy Music, Led Zeppelin oder David Bowie beeinflusst ist, sondern von eben der ersten Welle, also von Vorreitern wie Fields Of The Nephilim, The Sisters Of Mercy, The Chameleons, Joy Division und Bauhaus, ganz abgesehen von The Skeletal Family, The March Violets oder Specimen. Genau da setzt auch \u201eNotsorry\u201c an. Das Album geht von der Grufthaltung her klassisch los und bleibt \u00fcber 13 Tracks klassisch. Es klingt eher nach den fr\u00fchen 90ern als nach 2009, dem laut Booklet letzten Stand der Produktion, oder gar 2014, dem Jahr der Erstver\u00f6ffentlichung. Nun gibt es solch konsequente Stilsicherheit heute \u2013 au\u00dfer bei den alten Bands vielleicht \u2013 gar nicht mehr, also ist \u201eNotsorry\u201c nicht trotz seiner R\u00fcckw\u00e4rtsgewandtheit ein gro\u00dfartiges Album, sondern genau deswegen, und beileibe keine schn\u00f6de Nostalgieschau.<\/p>\n<p>Die 13 Songs sind dicht und druckvoll arrangiert, von der im Cover entschuldigend aufgef\u00fchrten Fehlerhaftigkeit ist nichts wahrzunehmen, vielmehr klingt das Album wom\u00f6glich genau deshalb umso authentischer. Alles richtig. Tomasz und seine vielen Mitmusiker bedienen aufs Angenehmste die Erwartungen: dunkle Grundstimmung, deshalb nicht zwangsl\u00e4ufig lahm oder schleppend, sondern \u2013 wie gesagt \u2013 druckvoll, tiefe, manchmal pathosschwere, manchmal aggressive Stimme, dominanter Bass mit dezent zum Groove neigendem Eigenleben, Gitarren zwischen Flanger, Fl\u00e4che und Fl\u00e4chenbrand, nicht einfach nur den Takt definierendem Schlagzeug, das erfreulich oft in wilde Kapriolen verf\u00e4llt, und einem die Atmosph\u00e4re tragenden Keyboard. Ein Drumcomputer \u00e0 la Dr. Avalanche von den Sisters geh\u00f6rt nat\u00fcrlich zum Sound, weniger wiederum Akkordeon und Geige, die in \u201eHalf A Man\u201c aber umso besser passen; besonders jener Song ist ein Beleg daf\u00fcr, dass das Genre in seiner Ausrichtung dem K\u00fcnstler unterliegt und nicht umgekehrt.<\/p>\n<p>Dazu passt auch, dass sich die Kompositionen und Arrangements trotz der grunds\u00e4tzlichen Schubladenzugeh\u00f6rigkeit oftmals genau daraus befreien. Nicht jeder Rhythmus ist typisch Gothic Rock, links und rechts davon liegen Seemannslieder, Heavy Rock, \u00e4hm: Pop und anderes Artfremdes. Das lockert die Songs auf, das macht das Ergebnis attraktiv und h\u00f6renswert und unterscheidet es vom banalen Epigonentum. Es w\u00e4re ein Verlust gewesen, h\u00e4tte Tomasz seine Schublade nicht ge\u00f6ffnet und dieses Album daraus hervorgeholt.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens, so ganz unver\u00f6ffentlicht sind die Songs im Einzelfalle nicht, so war \u201eYour Pagan Heart\u201c 2004 auf der ersten \u201ePagan Love Songs\u201c-Compilation enthalten, auch \u201eTo Some Angels\u201c und \u201eWalls Come Down\u201c fanden sich schon auf Szenesamplern. So verfuhr Tomasz mit MATR schon immer; das Deb\u00fct-Album \u201eFiled: &#8217;93-&#8217;03\u201c versammelte nicht nur CDr-Tracks, sondern ebenfalls viele Samplerbeitr\u00e4ge. Bleibt zu hoffen, dass es f\u00fcr \u201eNotsorry\u201c (\u00fcbrigens mit angenehm ungruftigem Coverartwork von Pott) auch bald eine offizielle Ver\u00f6ffentlichung gibt \u2013 in der vorliegenden Fassung, die ist gut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (11.03.2015) Wie aus dem Nichts ist es da: Das seit sieben, acht Jahren unver\u00f6ffentlichte Album \u201eNotsorry\u201c von Murder At The Registry, Braunschweigs ber\u00fchmtester Gothic-Rock-Band. 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