{"id":1113,"date":"2015-01-12T00:05:35","date_gmt":"2015-01-11T23:05:35","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=1113"},"modified":"2015-01-12T00:05:35","modified_gmt":"2015-01-11T23:05:35","slug":"monty-python-live-mostly-one-down-five-to-go-eagle-vision-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/monty-python-live-mostly-one-down-five-to-go-eagle-vision-2014\/","title":{"rendered":"Monty Python \u2013 Live (Mostly): One Down Five To Go \u2013 Eagle Vision 2014"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1114\" title=\"Monty Python - One Down Five To Go Deluxe\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Monty-Python-One-Down-Five-To-Go-Deluxe.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"104\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1115\" title=\"Monty Python - One Down Five To Go DVD\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Monty-Python-One-Down-Five-To-Go-DVD.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"133\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (11.01.2015)<\/p>\n<p>Die englischen Comedy-Erneurer Monty Python nach langer Pause wieder auf der B\u00fchne: Was vor \u00fcber 40 Jahren subversiv, kreativ und provokant war, ist heute nur noch eine aufgeblasene musicalartige Nostalgie-Nummernrevue. An der Qualit\u00e4t der Sketche \u00e4ndert das nichts, es sind bei diesem Live-Dokument der verbliebenen f\u00fcnf Monty-Python-Mitglieder (und Carol Cleveland) schlie\u00dflich so ziemlich dieselben wie zu aktiven Zeiten, und die endeten Anfang der 80er. Genau darin liegt eine Krux dieses Zusammenschnitts von zehn Auftritten in der Londoner O2-Arena: Er dokumentiert einen Stillstand, eine Gestrigkeit, gegen die die Pythons in den 60ern eigentlich angearbeitet hatten. Das ist nicht nur schade, sondern auch besch\u00e4mend zu sehen. Die Revolution hat ihre Kinder nicht nur l\u00e4ngst gefressen, sondern schon vor l\u00e4ngerer Zeit halbverdaut wieder ausgeschieden.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Vermutlich war der Auftritt f\u00fcr das Publikum vor Ort mit deutlich mehr Gehalt gesegnet, weil es die Atmosph\u00e4re einfing, die Personen auf der B\u00fchne sah, das Brimborium hautnah erlebte, zumindest so hautnah, wie so etwas in einem Theater mit dem Fassungsverm\u00f6gen von 16.000 Leuten m\u00f6glich ist. N\u00e4mlich kaum: Man hat vor der Mattscheibe den Eindruck, das Ensemble agiere ins Nichts. Kann nat\u00fcrlich sein, dass f\u00fcr die DVD entsprechende menschliche Passagen herausgeschnitten wurden; traut man dem Internet, sind beispielsweise die Versprecher gek\u00fcrzt. Und das ist das gr\u00f6\u00dfte Vers\u00e4umnis: In zwei, drei Situationen weichen die Darsteller unbeabsichtigt vom altbekannten Dialog ab, kichern, sprechen direkt miteinander. Diese Momente unterscheiden sich von dem, was man als DVD-Gucker ohnehin hat: den Sketch eben auf DVD. Da kommt man den alten Ensemblemitgliedern n\u00e4her als in jedem Close-Up w\u00e4hrend der wiedergek\u00e4uten Dialogabfolgen. Davon h\u00e4tte man gerne deutlich mehr gehabt. Und wenn nicht das, dann wenigstens \u00fcberraschende Varianten im Bekannten.<\/p>\n<p>Weil die Sketche in der Live-Fassung anders geschnitten sind als in den Originalen, funktionieren viele Gags nur deshalb \u00fcberhaupt noch, weil man sie eben kennt. Oftmals gehen Pointen n\u00e4mlich auf der gigantischen B\u00fchne verloren. So gut die Sketche auch sind, sie erreichen so gut wie niemals die Qualit\u00e4t, die sie in der Originalfassung haben.<\/p>\n<p>Die ist zum Teil sogar Bestandteil des Sets: Je zu einem Drittel besteht es aus Live-Sketchen, Musicalpassagen und eben originalen Filmeinspielungen, meistens mit dem einzig verstorbenen Python Graham Chapman sowie mit den Trickfilmchen des einzigen US-Amerikaners im Team, Terry Gilliam \u2013 der von den lebenden Pythons heute zudem der kreativste ist. Doch wer die alten Clips sehen will, findet sie bereits auf DVDs, auch in Best-Of-Form, das bedarf keiner neuen Aufbereitung als Streckmittel in einem Live-Mitschnitt. Mit den beinahe wortgetreuen Wiederauff\u00fchrungen der alten Sketche und Filmausschnitte ist es ebenso, da macht lediglich der Fakt den Unterschied, dass man diese Sketche nun von Leuten gespielt bekommt, die alt aussehen und klingen. Vertraute Personen mit 40 Jahren mehr auf dem Buckel (und sonstwo). Und die Musicalpassagen sind ja ganz nett choreografiert, aber eben Musicalpassagen, und damit wirken Monty Python leider so furchtbar wie der \u201eK\u00f6nig der L\u00f6wen\u201c. Mit dieser schrecklichen Analogie vor Augen ist es dann auch egal, ob diese gesungenen und getanzten Passagen gerade von Sperma und Oralsex handeln, es macht den Eindruck nicht besser. Und wer Frauen in Altherrenmanier in Strapsen oder mit gefaketen blanken Br\u00fcsten tanzen sehen will, wird andernorts sicherlich auch besser bedient.<\/p>\n<p>So bietet die DVD nahezu keine \u00dcberraschungen, anders als es Monty Python zu aktiven Zeiten permanent taten. Auch die Bonus-Tracks entt\u00e4uschen dank ihrer Knappheit, zudem vermissen Kenner den selbstironischen Trailer der Rolling Stones, der insgesamt mehr unvorhersehbaren Witz hat als der zweieinhalbst\u00fcndige Auftritt der Pythons.<\/p>\n<p>Die Show gibt es auf DVD und BluRay sowie limitiert in einem LP-gro\u00dfen Buch, dem sowohl DVD als auch BluRay sowie die Tonspur auf zwei CDs beliegen. Letztlich wird man sich das Buch wohl \u00f6fter ansehen als den Auftritt. Und die alten DVDs \u00f6fter als das Buch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (11.01.2015) Die englischen Comedy-Erneurer Monty Python nach langer Pause wieder auf der B\u00fchne: Was vor \u00fcber 40 Jahren subversiv, kreativ und provokant war, ist heute nur noch eine aufgeblasene musicalartige Nostalgie-Nummernrevue. 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