{"id":1099,"date":"2014-12-31T13:41:37","date_gmt":"2014-12-31T12:41:37","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=1099"},"modified":"2014-12-31T14:36:48","modified_gmt":"2014-12-31T13:36:48","slug":"meshuggah-the-ophidian-trek-nuclear-blast-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/meshuggah-the-ophidian-trek-nuclear-blast-2014\/","title":{"rendered":"Meshuggah \u2013 The Ophidian Trek \u2013 Nuclear Blast 2014"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1100\" title=\"Meshuggah - The Ophidian Trek\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Meshuggah-The-Ophidian-Trek.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (31.12.2014)<\/p>\n<p>Wenn zwischen zwei Live-Ver\u00f6ffentlichungen lediglich ein Studioalbum liegt, muss sich das j\u00fcngste Live-Dokument nicht nur den Vergleich zum Vorg\u00e4nger gefallen lassen, sondern auch die Frage nach seiner Relevanz. Zwischen \u201eAlive\u201c (2010) und dem neuen \u201eThe Ophidian Trek\u201c erschien lediglich \u201eKoloss\u201c (2012), das die meisten inhaltlichen Unterschiede zwischen den Live-Alben beisteuert. Filmisch ist \u201eAlive\u201c knackiger gelungen, der Sound ist beim Vorg\u00e4nger ebenfalls besser, und was jetzt au\u00dferdem ausbleibt, ist die \u00dcberraschung dar\u00fcber, dass die f\u00fcnf Schweden ihre hochkomplexen Metalst\u00fccke tats\u00e4chlich live rekonstruieren k\u00f6nnen; das war der gro\u00dfe Aha-Effekt auf \u201eAlive\u201c f\u00fcr alljene, die die Band nie live gesehen hatten. Ein Vorteil ist, dass die Songs auf \u201eThe Ophidian Trek\u201c nicht unterbrochen sind, zeigte doch \u201eAlive\u201c Impressionssequenzen zwischen den Tracks. Die Songs indes sind nat\u00fcrlich auf beiden Werken geil.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Keine Angst, die DVD oder BluRay ist nicht defekt: Eine GoPro kann nun mal noch keinen Sound aufnehmen. Die ersten zwei Minuten des weitgehend in Orange gehaltenen anderthalbst\u00fcndigen Konzertfilms sind n\u00e4mlich aus der Zuschauerposition mit einer GoPro gefilmt, man sieht lediglich Flackern auf der B\u00fchne und Pommesgabeln in der Luft. Sobald s\u00e4mtliche Musiker ihre Pl\u00e4tze eingenommen haben, geht der Ton an und \u201eSwarm\u201c ert\u00f6nt, ein Track von \u201eKolossus\u201c. In der Folge performen die F\u00fcnf ihre hochkomplexen, atmosph\u00e4rischen, besonders harten, vertrackten, polyrhythmischen, progressiven, trotzdem groovenden und nackenbrechenden Metalst\u00fccke mit Geschrei \u2013 da gibt\u2019s nichts dran zu meckern, aber eben auch nichts Neues dran zu entdecken.<\/p>\n<p>War es bei \u201eAlive\u201c noch die positive \u00dcberraschung, dass die St\u00fccke live tats\u00e4chlich exakt so klingen wie auf den Studioalben, was man bei anderen Bands eher als Redundanz auffasst, fehlt einem auf \u201eThe Ophidian Trek\u201c ebenjener Unterschied. Die Band h\u00e4tte gut daran getan, ihre St\u00fccke f\u00fcr eine zweite Zweitverwertung zu variieren. Das ist vermutlich schwierig, wenn schon das Ausgangsmaterial so komplex ist, dass jede weitere Verkomplizierung einer Neukomposition gleichk\u00e4me. Die Musik wirkt n\u00e4mlich stets, als spiele jeder Musiker seinen eigenen Song, der dann auf absurde Weise mit denen der anderen harmoniert.<\/p>\n<p>Man kann \u201eThe Ophidian Trek\u201c zugute halten, dass die \u00dcberschneidungen mit \u201eAlive\u201c lediglich f\u00fcnf St\u00fccke umfassen, man also abgesehen von weiteren f\u00fcnf \u201eKolossus\u201c-St\u00fccken auch mit anderem \u00e4lteren Material versorgt wird, und das auch noch mit wahnwitzigen Prog-Metal-Brocken wie dem dreiteiligen Ausschnitt aus \u201eCatch Thirtythree\u201c, das ja keine erkennbare Trackstruktur hat. Mit \u201eBleed\u201c und \u201eNew Millennium Cyanide Christ\u201c sind auch mindestens zwei Hits im Set. Schade nur, dass dennoch das \u00e4lteste St\u00fcck lediglich von 1998 ist, Meshuggah also die ersten beiden Alben aussparen. Gerade mit denen hat man als die Band seinerzeit entdeckt, eben weil sich die Musik so massiv von der anderer Metalbands abhob. \u201eFuture Breed Machine\u201c war ein Fest.<\/p>\n<p>Sch\u00f6n sind die vielen Blicke ins Publikum bei den diversen mitgefilmten Locations. Man sieht die Meute abhotten und w\u00fcnscht sich mitten hinein in die Moshpits. Daf\u00fcr kann man als Filmgucker wiederum Gitarren-Meister Fredrik Thordendal besser auf die Finger und Schlagzeuger Tomas Haake auf die Sticks gucken. Wer aufs Bild trotzdem verzichten kann, bekommt die fantastische Musik auf zwei CDs dazugeliefert. Eine sch\u00f6ne Box, keine Frage. Aber es muss einfach nicht auf jedes Studio- ein Live-Album folgen.<\/p>\n<p>01) Swarmer (das zweimin\u00fctige GoPro-Intro)<br \/>\n02) Swarm (von \u201eKolossus\u201c)<br \/>\n03) Combustion (von \u201eObzen\u201c, auch auf \u201eAlive\u201c)<br \/>\n04) Rational Gaze (von \u201eNothing\u201c, auch auf \u201eAlive\u201c)<br \/>\n05) Obzen (von \u201eObzen\u201c)<br \/>\n06) Lethargica (von \u201eObzen\u201c, auch auf \u201eAlive\u201c)<br \/>\n07) Do Not Look Down (von \u201eKolossus\u201c)<br \/>\n08) The Hurt That Finds You First (von \u201eKolossus\u201c)<br \/>\n09) I Am Colossus (von \u201eKolossus\u201c)<br \/>\n10) Bleed (von \u201eObzen\u201c, auch auf \u201eAlive\u201c)<br \/>\n11) Demiurge (von \u201eKolossus\u201c)<br \/>\n12) New Millennium Cyanide Christ (von \u201eChaosphere\u201c, auch auf \u201eAlive\u201c)<br \/>\n13) Dancers To A Discordant System (von \u201eObzen\u201c)<br \/>\n14) Mind&#8217;s Mirrors\/In Life \u2013 Is Death\/In Death \u2013 Is Death (von \u201eCatch Thirtythree\u201c)<br \/>\n15) The Last Vigil (von \u201eKolossus\u201c)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (31.12.2014) Wenn zwischen zwei Live-Ver\u00f6ffentlichungen lediglich ein Studioalbum liegt, muss sich das j\u00fcngste Live-Dokument nicht nur den Vergleich zum Vorg\u00e4nger gefallen lassen, sondern auch die Frage nach seiner Relevanz. 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