{"id":1056,"date":"2014-11-26T11:51:38","date_gmt":"2014-11-26T10:51:38","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=1056"},"modified":"2014-12-29T01:41:43","modified_gmt":"2014-12-29T00:41:43","slug":"cavalera-conspiracy-pandemonium-napalm-records-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/cavalera-conspiracy-pandemonium-napalm-records-2014\/","title":{"rendered":"Cavalera Conspiracy \u2013 Pandemonium \u2013 Napalm Records 2014"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1057\" title=\"Cavalera Conspiracy - Pandemonium\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Cavalera-Conspiracy-Pandemonium.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (26.11.2014)<\/p>\n<p>Opa macht mal einen auf Jugendkultur: Max Cavalera (45) postuliert, dass das dritte Album seiner Conspiracy mit Bruder Ig(g)or und zwei G\u00e4sten Grindcore enthalte. H\u00f6rt man \u201ePandemonium\u201c, bekommt man den Eindruck, der Mann wisse nicht, worum es sich bei Grindcore \u00fcberhaupt handelt. Man mag vielleicht entsprechende Einfl\u00fcsse heraush\u00f6ren, aber die Grenzen sind wie \u00fcblich flie\u00dfend. Und das Ergebnis ist vielmehr temporeicher Thrash-Metal mit gelegentlichen Spielereien. Schade nur, dass sich das Vorabger\u00fccht nicht bewahrheitete, James Murphy von LCD Soundsystem w\u00fcrde das Album produzieren. Tat er nicht, aber das klingt nach einer extrem spannenden Konstellation. Bitte nicht aus den Augen verlieren.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u201ePandemonium\u201c ist hart, schnell und w\u00fcst. Die Cavalera-Br\u00fcder schrieben sich zwar den Grindcore auf die Fahnen, aber eigentlich greifen sie auf ihr eigenes musikalisches Erbe zur\u00fcck, ungef\u00e4hr bis zu \u201eRoots\u201c 1996, bevor Max ausstieg, um Soulfly zu gr\u00fcnden. Hei\u00dft: rifflastige Thrash-Stampfer, flirrende Gitarren, gelegentliche Tribal-Samples, H\u00fcpfe-Passagen, Gegrunze und Geschrei. Das k\u00f6nnen die Cavaleras einfach so gut wie sonst niemand. Gelegentliche Drummachinesprengsel rufen sogar Erinnerungen an Maxens Interimsprojekt Nailbomb wach. Etwas reinrassig Neues bietet das Album indes nicht, aber so ist es im Thrash-Metal eben. Da punkten Qualit\u00e4t und Intensit\u00e4t, nicht Innovation und Originalit\u00e4t. Hauptsache, man hat beim H\u00f6ren Spa\u00df. Und den hat man.<\/p>\n<p>Aber Grindcore? Fragt man Beteiligte, also Musiker, die Grindcore machen, dann grenzen sie sich vehement dagegen ab, \u00fcberhaupt in die Metal-Schublade gesteckt zu werden. Alle Spielarten mit der Endung \u201e-core\u201c kommen aus dem Punk, hei\u00dft es dort. Unbedarfte m\u00f6gen mit den Schultern zucken und sagen: Ist hart, groovt, hat Riffs \u2013 ist Metal, oder: Ist mir doch egal. So muss es Max, der das Album nahezu im Alleingang komponiert und produziert, also seinem Bruder und dem Rest diktiert, hat, auch gegangen sein. Als Etikett jedoch k\u00f6nnte es neue H\u00f6rerschaften anlocken, mag der Gedanke gewesen sein.<\/p>\n<p>Wie auch immer. \u201ePandemonium\u201c m\u00f6rtelt m\u00e4chtig los, und mehr will man auch nicht. Es ist gut produziert, klingt warm, ist mit den mannigfaltigen Sound-Ideen zwischendurch angenehm abwechslungsreich, groovt ordentlich, l\u00e4sst kaum bis keine W\u00fcnsche offen. Au\u00dfer eben den, dass James Murphy doch mal bei den Br\u00fcdern vorbeischauen sollte. Wie das wohl geklungen h\u00e4tte. Progressiver Dance-Thrash? Aber die Absage der Cavaleras ist deutlich, hei\u00dft doch ein Track auf dem Album \u201eNot Losing The Edge\u201c, ist also das Gegenteil zum alten LCD-Soundsystem-Smasher \u201eLosing My Edge\u201c.<\/p>\n<p>Fragw\u00fcrdig einfallslos sind allenfalls Cover und Titel des Albums. Mit dem bunten Gekrickel, das einen beflaggten Totenkopf-Panzer mit Buchstaben zeigt, weichen sie von ihrer Corporate Identity ab, die beiden gro\u00dfen, eckigen Cs als Eyecatcher aufs Cover zu platzieren. Uh, soll hei\u00dfen: Ihr wiederkehrendes optisches Merkmal fehlt vorne. Und \u201ePandemonium\u201c ist kein sonderlich einzigartiger Titel: Ein Album und eine Single von Killing Joke hie\u00dfen so (1994), eine Live-DVD und ein Album-Track von den Pet Shop Boys (2010 bzw. 2009), ein Album von den Pretty Maids (2010) \u2013 und das sind nur die bekannteren Ein-Wort-Beispiele. Sie h\u00e4tten doch den urspr\u00fcnglichen Titel \u201eBabylonian Pandemonium\u201c beibehalten sollen, wie es das Cover-Artwork und der Titel des Er\u00f6ffnungstracks noch andeuten, der ist witziger. Nervig ist auch die typische Methode, das Album limitiert mit zwei (absolut unverzichtbaren) Bonus-Tracks zu ver\u00f6ffentlichen. Das haben sie von ihrem fr\u00fcheren Label Roadrunner gelernt. Immerhin kommt diese Version zeitgleich mit der normalen heraus, nicht erst sp\u00e4ter, wenn alle Fans das Album schon haben. Vollkommen unverst\u00e4ndlich ist jedoch, warum Streaming-Dienste beide Album-Versionen anbieten. Wer h\u00f6rt sich denn&#8230;?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (26.11.2014) Opa macht mal einen auf Jugendkultur: Max Cavalera (45) postuliert, dass das dritte Album seiner Conspiracy mit Bruder Ig(g)or und zwei G\u00e4sten Grindcore enthalte. H\u00f6rt man \u201ePandemonium\u201c, bekommt man den Eindruck, der Mann wisse nicht, worum &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/cavalera-conspiracy-pandemonium-napalm-records-2014\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-1056","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1056","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1056"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1056\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1083,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1056\/revisions\/1083"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1056"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1056"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1056"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}