{"id":6830,"date":"2024-10-15T20:29:04","date_gmt":"2024-10-15T18:29:04","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?page_id=6830"},"modified":"2024-10-15T20:29:04","modified_gmt":"2024-10-15T18:29:04","slug":"matthias-bosenick","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/20-jahre-krautnick\/matthias-bosenick\/","title":{"rendered":"Matthias Bosenick"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20-Jahre-KN-22-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20-Jahre-KN-22-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6805\" srcset=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20-Jahre-KN-22-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20-Jahre-KN-22-300x200.jpg 300w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20-Jahre-KN-22-768x512.jpg 768w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20-Jahre-KN-22-1536x1024.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><br><strong>2004 Oktober, Gr\u00fcndung von KrautNick<\/strong><br><br>Seit zwei Jahren schrieb ich keine Musik- und Film-Rezensionen mehr f\u00fcr das Wolfsburger Stadtmagazin \u201eindigo\u201c. Sieben Jahre lang hatte ich diesen ehrenamtlichen Job, weil ich mit einem Freund 1995 an einem Wettbewerb des Magazins teilnahm und unsere Antwort auf die Frage, was Wolfsburg au\u00dfer einem \u00fcberteuerten Tunnel in der Innenstadt noch br\u00e4uchte, eine Liste mit 75 absurd-beknackten Vorschl\u00e4gen einreichte und uns die Redaktion zur Preis\u00fcbergabe in ihr B\u00fcro einlud. Dabei stellte sich heraus, das besagter Freund Micha mit der regional weltber\u00fchmten Band Die Trottelkacker befreundet war, und man beauftragte uns damit, jene f\u00fcr das Heft zu interviewen. Beim Abtippen in der Redaktion wiederum fragte man uns, ob wir nicht die Kino-Seite f\u00fcr das Magazin \u00fcbernehmen wollten. Micha nicht, ich ja, holte Guido mit ins Boot und wir schrieben zus\u00e4tzlich noch CD-Rezensionen. Guido ging recht bald wieder an Land, ich erst 2002, als das Blatt von einem anderen (\u201eSubway\u201c, Braunschweig) aufgekauft wurde und man meine Position strich.<br><br>Zwei Jahre sp\u00e4ter fragte mich Olaf Krautwurst, den ich einige Jahre zuvor als Musik-Verk\u00e4ufer (Salzmann) und sp\u00e4ter als Musiker (Inside Agitator) und DJ kennen gelernt hatte, ob wir nicht ein Online-Magazin gr\u00fcnden wollen \u2013 na klar hatte ich Bock drauf! Wir benannten es quasi nach uns selbst, sein Kraut und mein Nick, er bastelte eine html-Seite und wir posteten munter unsere Empfehlungen. Oktober 2004 \u2013 KrautNick war geboren. Olaf verlie\u00df das Zweier-Team jedoch nach einem Dreivierteljahr bereits und kehrte bisher letztmals 2016 f\u00fcr eine Rezension zur\u00fcck.<br><br><strong>2005 LCD Soundsystem \u2013 LCD Soundsystem (DFA\/Capitol\/EMI)<\/strong><br><br>Nach dem Jahrtausendwechsel hatten es neugegr\u00fcndete Bands sehr sehr schwer, bei mir zu punkten. Diese ganze Welle der Indierock-, Indiedance- und The-Bands erreichte mich k\u00fcnstlerisch und emotional gar nicht, die apostrophierte Rettung des Rock\u2019n\u2019Roll war ein uninspiriertes Retro-Gesch\u00e4ft und Indie das neue Mainstream. Oder umgekehrt. Pl\u00f6tzlich gr\u00e4tschten LCD Soundsystem von der Seite in den Lauf \u2013 ja, auch deutlich retrofixiert, aber James Murphy und die Seinen generieren aus den Vorlagen, die sie deutlich benennen, einen eigenen Sound, der Elektronik mit Rockmusik kombiniert und den aufkeimenden Electroclash begleitet. Wichtig ist es, das selbstbetitelte Deb\u00fct als Doppel-CD zu erwerben, da sind noch fr\u00fchere Singles mit drauf, unter anderem die beiden Versionen von \u201eYeah\u201c. Anders als viele Neugr\u00fcndungen nach dem Jahr 2000 blieben LCD Soundsystem auf konstant hohem Niveau. Sp\u00e4ter durfte ich meine Haltung zu neuen Bands revidieren \u2013 als ich den Post Black Metal entdeckte und als KrautNick bei eher unbekannten Musikschaffenden ein Ziel f\u00fcr Promotion wurde und ich kleinste Bands aus aller Welt und aus allen Genre-Schubladen neu entdecken durfte. Danke euch allen!<br><br><strong>2006 Pet Shop Boys \u2013 Fundamental\/Fundamentalism (Parlophone)<\/strong><br><br>Mal wieder ein durchweg gutes Album der Pet Shop Boys, und nicht das letzte, die gibt\u2019s jetzt seit 40 Jahren und genau so lang sammle ich sie schon. Um diese limitierte Doppel-CD (mit \u201eThe Sodom And Gomorrha Show (Trentem\u00f8ller Remix)\u201c!) zu bekommen, brauchte ich jemanden mit Kontakten. Da es in Braunschweig zu dem Zeitpunkt keine Plattenl\u00e4den mehr gab, die nicht zu irgendwelchen Ketten geh\u00f6rten, nutzte ich das Online-Angebot von Chris, der mir dieses Album \u00fcber seine internationalen Kontakte besorgte. An einem sch\u00f6nen Sommertag \u00fcberreichte er es mir auf der Stra\u00dfe, weil er keine Verkaufsr\u00e4ume hatte. Noch nicht \u2013 was wir beide nicht wissen konnten: Kaum anderthalb Jahre sp\u00e4ter w\u00fcrde er einen Laden haben, zusammen mit Andr\u00e9 er\u00f6ffnet er das Caf\u00e9 Riptide. Aber erstmal ist ja noch Fu\u00dfball-WM der M\u00e4nner und ich bin in einer f\u00fcr mich selbst \u00fcberraschenden Fu\u00dfball-Partystimmung und gucke mir Spiele im Merz, in der Okercabana und sonstwo an. Das n\u00e4chste Knaller-Album der Pet Shop Boys wird f\u00fcr mich \u00fcbrigens 2013 \u201eElectric\u201c sein.<br><br><strong>2007 Riptide-Blog, Indie-\u00dc30-Party, Fotoausstellungen<\/strong><br><br>Ein Jahr der Umbr\u00fcche f\u00fcr mich: Entgegen meiner mitgegebenen Natur k\u00fcndige ich bei VW, heuere als zun\u00e4chst nur freier Schreiber bei der WAZ in Wolfsburg an, beginne f\u00fcrs neu gegr\u00fcndete Caf\u00e9 Riptide den Blog zu schreiben, habe meine erste Foto-Ausstellung im Friseursalon Haarwerk und starte mit Henrik die Indie-\u00dc30-Party im Nexus. Im Jahr zuvor organisierte ich im B58 mein erstes Konzert, das KrautNick-Festival, mit Die Weltenretter, M\u00fcller &amp; die Platemeiercombo, Tanzende Kadaver und die spontan f\u00fcr Hoax eingesprungenen WKA, die ihr letztes Konzert gaben vor dem Tod von Konrad K.; die Organisation erfolgte mit der Hilfe von Olaf \u2013 der mir auch das Auflegen beibrachte. Konzerte veranstalten hat sich nach ein, zwei weiteren Malen als nicht so sehr meins herausgestellt, die Indie-\u00dc30-Party ruht seit Corona, nach vier weiteren Ausstellungen verliere ich das Interesse an Fotografie (Flickr und Instagram machen das Medium f\u00fcr mich beliebig) \u2013 aber der Rest blieb im Grunde: Der Riptide-Blog lebt fort (\u00fcber 200 Eintr\u00e4ge, einmal im Monat), zum Auflegen habe ich Rille Elf (siehe 2015) und irgendwas mit Kultur geht immer (Silver Club, WRG-Kulturtage, sowas, alles sp\u00e4ter im Leben).<br><br><strong>2008 Manic Street Preachers \u2013 Umbrella (Sony\/BMG)<\/strong><br><br>Weil die Indierock-Waliser bei den NME Awards 2008 einen Preis gewannen, waren sie dazu aufgerufen, einen Song zur dazugeh\u00f6rigen Compilation beizutragen. Kurzerhand spielten sie den qu\u00e4kigen Rihanna-Hit \u201eUmbrella\u201c in ihrem eigenen Stil ein, ca. \u201eIf You Tolerate This\u201c. Geht mir Radiomusik mehrheitlich seit 1990, 1991 bis heute und vermutlich auch in Zukunft auf s\u00e4mtliche verf\u00fcgbare Kekse, stellte ich erst durch die vielen Neuaufnahmen dieses Songs fest, dass es oftmals die Darbietung ist, die es verhindert, dass mir gute Kompositionen auch als solche auffallen. Manchmal sind Cover eben doch besser als die Originale.<br><br><strong>2009 Oktober, Eintritt in den Silver Club<\/strong><br><br>Weil Chris vom Riptide dort als DJ eingebunden war, besuchte ich den vierten Silver Club \u2013 dabei handelte es sich um eine ehrenamtliche und nichtkommerzielle Veranstaltungsreihe, die dreimal j\u00e4hrlich an wechselnden Orten stattfand, die f\u00fcr solche Shows gar nicht vorgesehen waren. Diese Ausgabe nun trug sich in der fr\u00fcheren Krabbenkuppel zu, einem nur \u00fcber eine enge Wendeltreppe erreichbaren Gew\u00f6lbekeller, in dem zuvor ein griechisches Restaurant residierte und einige hundert Jahre davor eine franz\u00f6sische Botschaft, weshalb Frankreich auch das Thema des Abends war. Keine Ahnung, was mich ritt: Ich suchte den Verantwortlichen, fand ihn jedoch nicht und verabredete mich sp\u00e4ter mit ihm via Myspace im Riptide. Skapino r\u00fcckte mit einer Bewerbungsmappe an, um mich vom Mittun zu \u00fcberzeugen, und hatte dies gar nicht n\u00f6tig. Es begann eine extrem geile Zeit mit tollen Menschen, grandiosen Partys und jeder Menge Arbeit \u2013 Auf- und Abbau flankierten jede Show, das waren quasi zwei Umz\u00fcge pro Veranstaltung. Mal war ich au\u00dferdem T\u00fcrsteher, mal DJ, mal Gl\u00e4ser- und Flaschensammler, mal zeigte ich Fotos. Die Abenteuer, die wir erlebten, strahlen bis heute nach. Nicht nur darin, dass das neue soziokulturelle Zentrum, das Kufa-Haus, die direkte Folge einer Silver-Club-Veranstaltung war. 2016 implodierte der Club; verf\u00fcgbare R\u00e4ume wurden knapper, Sicherheitsauflagen waren nicht mehr zu stemmen, die innere Struktur wankte. Dennoch, sobald sich ehemalige Mitglieder begegnen, geht das Schw\u00e4rmen los. Die Idee, eine finale Show zwingend logisch im Kufa-Haus auszurichten, schwebt best\u00e4ndig \u00fcber den Okerwassern.<br><br><strong>2010 Die drei ??? und der dreiTag (Eurpopa\/Sony)<\/strong><br><br>Dieses d\u00fcrfte das letzte richtig gute H\u00f6rspiel aus Rocky Beach sein, danach gab es m\u00f6glicherweise vereinzelt noch ein, zwei okaye, der Rest ist ziemlicher M\u00fcll geworden. Leider. So kriegt man eine Kult-Reihe kaputt. 2005 setzten die H\u00f6rspiele wegen eines Rechtsstreits aus, 2008 wurde der beigelegt, in der Zwischenzeit gab es H\u00f6rspiele ohne Buchvorlage unter dem Seriennamen \u201eDie DR3I\u201c \u2013 und der vorliegende \u201edreiTag\u201c ist der Quasi-Abschluss dieser bis heute nirgendwo online verf\u00fcgbaren Interims-H\u00f6rspielreihe um die drei Detektive. Und die ist experimentell: Ausgehend von einer umgekippten oder nicht umgekippten Cola in einer Frittenbude, setzt sich die Story so \u201eLola rennt\u201c-artig auf drei unterschiedliche Weisen fort. Details aus den jeweils anderen F\u00e4llen finden sich in allen Storys, dazu wiederkehrende Nebens\u00e4chlichkeiten, die gar nichts mit der Handlung zu tun haben, aber die Geschichten bereichern. Die dazu auch noch mehr als nur gut sind, was daran liegen muss, dass die Skripte mal nicht von Andr\u00e9 Minninger sind. Hab ich auf Dreifach-Vinyl. Wann vom Vollplaybacktheater?<br><br><strong>2011 Devin Townsend Projekt \u2013 Ghost\/Deconstruction (HevyDevy\/Inside Out)<\/strong><br><br>Der DTP-Doppelknaller aus \u201eAddicted\u201c und \u201eKi\u201c ist gerade zwei Jahre alt, da reicht Dev den n\u00e4chsten Doppelknaller nach. \u201eDeconstruction\u201c ist ein schwer zug\u00e4nglicher Brocken mit dem energetischen Metal-Hit \u201eJuular\u201c und dem schwerverdaulichen viertelst\u00fcndigen Experimentalst\u00fcck \u201eThe Mighty Masturbator\u201c, das es zum Jahresende nochmal f\u00fcnf Minuten l\u00e4nger als \u201eTraestorz\u201c auf der \u201eContain Us\u201c-Box gibt. \u201eGhost\u201c hingegen ist der Ambient-Gegenentwurf mit Fl\u00f6te, die vertiefte Quasi-Fortsetzung von \u201eKi\u201c. Wiederum allein steht als viertes \u201eAddicted\u201c da, mit seinen von Anneke van Giersbergen mitgesungenen grandiosen Pop-Metal-St\u00fccken. F\u00fcr Arni und mich stellen diese vier Alben, flankiert von denen von The Young Gods, eine Seelentr\u00f6stung dar, in Zeiten der Abwesenheit unserer jeweiligen Lebensbegleiterinnen.<br><br><strong>2012 2. November, Gojira, Pumpehuset, Kopenhagen<\/strong><br><br>Ein Elend: Ich bin in Kopenhagen, meine Neuentdeckung Gojira spielt, es ist ausverkauft \u2013 und ich habe kein Ticket. Rechtzeitig stehe ich vor dem Venue, um Leute abzufangen, die eines loswerden wollen, aber mehr als freundliches Mitgef\u00fchl ist nicht drin. Bis ich auf Kenn treffe, der ebenfalls ein Ticket sucht, und anstatt mit mir in Konkurrenz zu treten, gleich f\u00fcr mich mit die Leute anspricht. So ist er auch der erste, der eines bekommt, und dennoch an meiner Seite bleibt, bis auch ich eins habe. Was tats\u00e4chlich geschieht, mit nachhaltigem freundschaftlichen Effekt, tak skal du har. Gl\u00fccklich mische ich mich also unter die 600 G\u00e4ste, von denen mich gef\u00fchlt jeder dritte freudig begr\u00fc\u00dft, weil ich ihn zuvor angequatscht hatte. Und dann ist der Auftritt auch noch geil! Und der Anfang von \u00fcbergro\u00dfen Ver\u00e4nderungen in meinem Leben.<br><br><strong>2013 Paolo Sorrentino \u2013 La Grande Bellezza<\/strong><br><br>Habe ich den Film verstanden? Keine Ahnung, ist auch vollkommen egal: Er ist ein Rausch, noch besser als \u201eIl Divo\u201c und \u201eCheyenne (This Must Be The Place)\u201c. In einem Jahr mit vielen tollen Filmen (\u201eOnly Lovers Left Alive\u201c, \u201eHeima\u201c, \u201eGravity\u201c) der beste, der zudem damit \u00fcbereinf\u00e4llt, dass ich erstmals komplett allein f\u00fcr zehn Tage in den Urlaub fahre, und zwar nach \u2013 so ein Zufall \u2013 Italien, Ligurien, was ich danach noch bisher f\u00fcnfmal wiederhole. Italien, auf der Leinwand so geil wie in echt, aber anders. Im Film ist ja Rom, nicht Genua. Auf diesen Reisen beginne ich \u00fcberdies, in lokalen Plattenl\u00e4den explizit nach Musik zu fragen, die aus genau der Gegend kommt, in der ich mich gerade aufhalte. So entdeckte ich in Genua Mope und Lou Dalphin und in Savona Anuseye \u2013 und The Grand Astoria aus St. Petersburg, deren LP \u201eThe Mighty Few\u201c Label- und Shop-Betreiber Davide mir in die Hand dr\u00fcckt, Jahre bevor mich Anton aus Moskau von deren Ur-Label addicted\/noname erstmals kontaktiert, um mir seine Musik schmackhaft zu machen. Beide Freundschaften dauern an.<br><br><strong>2014 17. Januar, Stop Making Sense, Universum-Kino &amp; Caf\u00e9 Riptide, Braunschweig<\/strong><br><br>Von allen Kinoerlebnissen, die ich hatte, und das waren nicht ganz so wenige, d\u00fcrfte die Wiederauff\u00fchrung des Konzertfilms \u201eStop Making Sense\u201c von Jonathan Demme und mit den Talking Heads die denkw\u00fcrdigste sein. Eigentlich war der Film zu dessen 30. Geburtstag lediglich f\u00fcr den Heimgebrauch neu aufgelegt worden, doch holte sich Organisatorin Beate das Okay aus New York, ihn au\u00dfer der Reihe in der Reihe \u201eSound On Screen\u201c von Universum-Kino und Caf\u00e9 Riptide zeigen zu d\u00fcrfen. Das Kino war ausverkauft \u2013 und schon beim ersten Song \u201ePsycho Killer\u201c riss es die Leute aus den Sitzen. Wir feierten die Band, als st\u00fcnde sie leibhaftig vor uns. Ein Wunder, dass das Kino noch steht! Zehn Jahre sp\u00e4ter, also k\u00fcrzlich erst, kam der Film zum 40. Geburtstag offiziell nochmal ins Kino, aber da war die Stimmung etwas verhaltener. Nicht nur der Film ist \u00e4lter geworden, wir sind es schlie\u00dflich auch.<br><br><strong>2015 Herbst, Gr\u00fcndung von Rille Elf<\/strong><br><br>Nachdem mich nunmehr drei Leute fragten, ob man nicht einen Verbund von lokalen alternativen Schallplattenunterhaltenden ins Leben rufen wollte, griff ich die Gelegenheit beim Schopfe und lud jene drei und einige weitere mir gut bekannte Braunschweiger DJs zu einem Beschnuppern ins Gambit ein. Eigentlich sollte es lediglich ein loses Netzwerk werden, innerhalb dessen man sich \u00fcber Auftr\u00e4ge und sonstige Themen austauscht, doch gleich beim Gr\u00fcndungstreffen einigten wir uns nicht nur auf den Namen Rille Elf \u2013 Rille wegen Vinyl und Elf, weil man es Braunschweigisch \u201e\u00d6lf\u201c aussprechen kann \u2013, sondern auch auf eine Veranstaltung, Idee von L\u00fcr: Tanztee am Sonntagnachmittag im Keller des veganen Restaurants und Veranstaltungsortes Tegtmeyer. Betreiber Timo war einverstanden, wir behielten die Party bis zur Schlie\u00dfung seines Ladens bei. Parallel etablierten wir die Reihen \u201eBall im Bierhaus\u201c in Harrys Bierhaus und \u201eBurning Beats\u201c, zun\u00e4chst im Nexus, bald im Kufa-Haus, und lassen uns nach wie vor liebend gern zu Sonderaktionen einladen; in diesem Jahr waren die beiden Engagements im Rahmen des Lichtparcours\u2019 die gr\u00f6\u00dften Perlen. Nach kurzer Zeit etablierte sich eine feste Gruppe von vier DJs, die nunmehr Rille Elf sind: Olli, G\u00fcnther und ich seit Anbeginn, Uwe r\u00fcckte sp\u00e4ter nach. Ich bin rasend gl\u00fccklich, diese drei Freunde gefunden zu haben, die wie ich Musik auflegen, weil sie darauf Bock haben und Leuten eine sch\u00f6ne Zeit bescheren wollen.<br><br><strong>2016 Blinky Blinky Computerband \u2013 For A Better World (BBCom Music)<\/strong><br><br>Was Olaf macht, wenn und weil er nicht f\u00fcr KrautNick schreibt: elektronische Musik. Nachdem er Inside Agitator beendete, rief er 2012 Blinky Blinky Computerband ins Leben. Bei einigen seiner Songs durfte ich schon Stimme sein und einen eigenen Text vortragen, f\u00fcr das neue Album \u201eFor A Better World\u201c war es das St\u00fcck \u201eIch will nicht tanzen\u201c, dessen Text mir \u2013 wie so oft \u2013 beim H\u00f6ren seines Demos spontan einfiel. Au\u00dferdem brachte ich Arni und damit eine echte E-Gitarre in das Projekt ein, zu h\u00f6ren bei fast der H\u00e4lfte der 17 St\u00fccke. Im Herbst pr\u00e4sentierte Olaf das Album beim \u201eStrange Electro Pop Festival\u201c live im Tegtmeyer, Arni und ich erg\u00e4nzten das Line-Up, als vierter war Henning, eigentlich bei Synergy, dabei; wir beide standen schon einige Male bei Inside Agitator zusammen als Keyboard-Dummys hinter Olaf. Mit Darrin Huss trat zudem f\u00fcr den gemeinsamen Song \u201eUp Close\u201c ein prominenter Gast ans Mikro, der anschlie\u00dfend mit seiner Band Psyche einen denkw\u00fcrdigen Auftritt \u2013 und sich selbst, auf den B\u00fchnenteppich, das ist voller K\u00f6rpereinsatz \u2013 hinlegte. Killing Machine!<br><br><strong>2017 The Duffer Brothers \u2013 Stranger Things (Netflix)<\/strong><br><br>Zum Jahreswechsel \u00e4nderte sich mein Beziehungsstatus letztmalig, und in diesem Zuge noch so einiges. Irgendwann im Verlauf des Fr\u00fchsommers motivierte mich Andrea dazu, mit ihr \u201eStranger Things\u201c zu gucken. Bei nur einer Staffel kostete es mich weniger \u00dcberwindung, mich darauf einzulassen, und gleich nach der ersten Episode war ich gefangen. Charaktere, Stil, Story, Musik, der Mix aus \u00dcbernat\u00fcrlich und Real, alles \u00fcberzeugte mich. Staffel 2 war sp\u00e4ter nur noch zu zwei Dritteln gut und dann furchtbar, Staffel drei war komplett furchtbar und Staffel vier der ersten mindestens ebenb\u00fcrtig, kurios. Wir freuen uns auf die R\u00fcckkehr von Eddie Munson. Sonst gucken wir Staffel f\u00fcnf nicht!<br><br><strong>2018 De Staat \u2013 Kitty Kitty (Caroline)<\/strong><br><br>17. August 2018. Beim 13. Ball im Bierhaus legt G\u00fcnther erstmals \u201eKitty Kitty\u201c von De Staat auf. Mein Leben wird nie wieder so sein wie davor. Diese rollend aufsteigende Basslauf! Diese knallenden Drums! Dieser abgehackte Gesang! Diese komplett unkonventionelle Struktur, in Intensit\u00e4t und Verlauf allerh\u00f6chstens vergleichbar mit \u201eNew Noise\u201c von Refused oder \u201eJeg skal d\u00f8 ved Arres\u00f8\u201c von Bleeder, die ebenfalls so ein unerwartbarer Mix an Stilen und Abl\u00e4ufen sind. Dieser Break vor dem H\u00f6hepunkt, der dann doch nicht kommt, jedenfalls nicht sofort, mit Verzug, dieses Hinhalten, und dann diese explosive Wucht. Mit Ersch\u00fcttern h\u00f6rte ich im Jahr darauf das dazugeh\u00f6rige Album \u201eBubble Gum\u201c und war ob dessen Plastikanmutung entsetzt. Die Liebe zur \u201eKitty Kitty\u201c blieb von dem Entsetzen indes unbeleckt. Als Guido mir das \u00e4ltere \u201eWitch Doctor\u201c vorspielte, \u00e4nderte ich meine Haltung zu De Staat wieder. Und das Gl\u00fccksgef\u00fchl, als Guido und ich De Staat 2023 in Hannover live sahen und ich mich in den Hexenkessel von \u201eWitch Doctor\u201c einf\u00fcgte, ist nur schwer zu \u00fcberbieten.<br><br><strong>2019 27. November, Shihad, G2, Glasgow<\/strong><br><br>Ein Jahr voll mit herausragenden Ereignissen. In Wolfsburg im Kulturzentrum Hallenbad fanden gleich zwei f\u00fcr die lokale Subkultur wichtige Festivals statt: eines zur Ausstellung \u201eSoundtrack Wolfsburg\u201c \u00fcber 50 Jahre Rock\u2019n\u2019Roll in der Stadt, zu der ich versehentlich nicht nur Exponate beisteuerte, sondern auch Ausstellungstexte, und das \u201eOpen Arsch (Closed)\u201c, das an die anarchischen Konzerte rund um Die Trottelkacker in R\u00fcmmer auf der Schweineweide erinnerte. Schepper und ich kombinierten sein Solo-Bassspiel und meine Riptide-Blogeintr\u00e4ge aus dem Buch \u201eDie Stadt ist eine Erbse\u201c in der Einraum-Galerie. Im Bei Ch\u00e9z Heinz in Hannover spielten Der Weg einer Freiheit, die ich zum dritten Mal sah, und im Vorprogramm A Secret Revealed, deren LP mir Andrea sp\u00e4ter schenken und damit meinen Horizont enorm erweitern w\u00fcrde. Und: Mit Olli aus Hamburg, den ich viele Jahre zuvor bei eBay kennengelernt hatte, echt!, reise ich f\u00fcr f\u00fcnf Tage nach Edinburgh, weil wir in Glasgow eine der Bands sehen wollen, die uns eint, n\u00e4mlich Shihad aus Neuseeland. Als die 1994 im Brain spielen, kann ich sie nicht sehen, bekomme aber 1995 auf dem Roskilde Festival die Chance \u2013 und bin sofort verliebt. Auf Shihad aufmerksam wurde ich, weil Jaz Coleman von Killing Joke sie quasi entdeckt und produziert hatte und weil sie Faith No More auf Tour begleitet hatten. Europa vergisst die Neuseel\u00e4nder bald, deshalb sind in Glasgow im G2 auch nur eher wenige Leute anwesend \u2013 aber die umso beseelter, ebenso die Band. Ein Kracher von einem Konzert, chronologisch r\u00fcckw\u00e4rts beinahe vollst\u00e4ndig durch alle Alben, publikumsnah bis hin zu Gespr\u00e4chen mit allen vier Musikern nach dem Gig. Schottland mit Olli war ein Abenteuer! Danach kamen Brexit und Corona.<br><br><strong>2020 20. Juni, Die Stadtfinder mit Fly Cat Fly und Rille Elf, Gel\u00e4nde der Musikschule Braunschweig<\/strong><br><br>Weil ja coronabedingt Veranstaltungen indoor schwierig sind, freuen wir uns, dass uns Die Stadtfinder f\u00fcr den Abschluss ihrer Outdoor-Kultur-Tour-Aktion rund um den Braunschweiger Lichtparcours buchen: Rille Elf legt im Anschluss an ein Konzert von Fly Cat Fly auf. Die kenne ich nur namentlich, anders G\u00fcnther, der mit Cord bei Syrincs gearbeitet hatte, wie so viele andere Braunschweiger ebenfalls, was die beiden allerdings erst an dem Abend begreifen. Die Musik des Ehepaars Fly Cat Fly haut mich aus dem Stand um, das bis dahin neueste Album \u201eLet\u2019s Hear It For The Chosen\u201c r\u00fcckt in meine Alltime-Bestenliste auf und es entsteht eine Freundschaft zwischen den beiden und uns vier: G\u00fcnther legt 2022 im Kufa-Haus beim Zehnj\u00e4hrigen des Duos auf (ich bin krank, ratet) und ich bekomme 2024 die Gelegenheit, das im September ver\u00f6ffentlichte Album \u201eFreaks\u201c exklusiv vorab h\u00f6ren und rezensieren zu d\u00fcrfen. Klar: ist geil!<br><br><strong>2021 19. Juni, Die M\u00fcller-Verschw\u00f6rung, Spunk, Braunschweig<\/strong><br><br>Die Pandemie hat die Welt seit mehr als einem Jahr im Griff, wer kann und oder Ideen hat, verlagert seine kulturellen Aktivit\u00e4ten. Konzerte finden im Internet statt, die Indie-\u00dc30-Party dankenswerterweise auf Radio Okerwelle, unter freiem Himmel geht nur wenig, und wenn, dann nur mit Auflagen. Mit Rille Elf etablieren wir beispielsweise ein \u201eBetreutes Trinken mit Musik\u201c drau\u00dfen neben Harrys Bierhaus, also keine als solche deklarierte Party, weil tanzen geht ja nicht. Das erste Konzert des Jahres erleben wir von der M\u00fcller-Verschw\u00f6rung, ehemals M\u00fcller &amp; die Platemeiercombo, auf dem Hof vor dem Spunk. Da Andrea noch nicht kontergeimpft ist, bleiben wir vor dem Zaun und haben dennoch gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Freude an dem Auftritt. Die Sonne scheint, wir sitzen auf den Steinen am Ringgleis, trinken Bier, h\u00f6ren die wunderbare Musik und winken Bekannten \u00fcber den Zaun hinweg zu. Herrlich!<br><br><strong>2022 KrautNick wird zum Trio<\/strong><br><br>Zwar freute sich KrautNick immer wieder \u00fcber Beitr\u00e4ge von Gastautoren, doch kam es nach Olafs fr\u00fchem Ausstieg erst 2022 wieder dazu, dass zwei feste Schreibende die Plattform erweitern: Guido D\u00f6rheide und Onkel Rosebud. Letzterer setzt auf KrautNick seine in den Neunzigern in dem Dresdener Studi-Magazin \u201ead-rem\u201c begonnene Kolumne \u201eWas meine Freundin gerne\u201c alternierend mit \u201eh\u00f6rt\u201c und \u201esieht\u201c fort, ersterer l\u00e4sst seinen Gedanken zu Musik, Film und Buch freien Lauf. Guido und ich sind seit unserer ersten gemeinsamen Unterrichtsstunde (Geschichte) am Gymnasium Hankensb\u00fcttel Freunde. Auf den Onkel wurde er 1999 im Zuge einer Rundmail aufmerksam, in der jener Beitragende zu einer Musiktextanthologie suchte und wir diesen Beitrag leisteten. Zur Ver\u00f6ffentlichung von \u201eIch liebe Musik\u201c reisten wir nach Dresden, trafen den Initiator und viele andere Beitragende \u2013 und verloren den Onkel danach aus den Augen. Bis er fast 20 Jahre sp\u00e4ter f\u00fcr den zweiten Teil virtuell an mich herantrat \u2013 und die Release-Party den Corona-Bedingungen zum Opfer fiel. 2022 reiste ich spontan nach Dresden und kontaktierte die am zweiten Band Beteiligten, n\u00e4mlich den Herausgeber und den Verleger, und verbrachte jeweils wunderbare Stunden mit beiden. Aus denen engere Zusammenarbeiten erwuchsen: F\u00fcr den Verleger (Windlust), Labelbetreiber (Head Perfume Records) und DJ (Cram\u00e9r) Ren\u00e9 verfasse ich Rezensionen \u2013 und der Onkel stieg bei KrautNick ein. Bei Guido war es eine Ver\u00e4nderung in den Lebensumst\u00e4nden, die ihm Zeit und M\u00f6glichkeit boten, seine Eindr\u00fccke beim Kulturkonsum schriftlich zu vertiefen, und das exklusiv f\u00fcr KrautNick. Herzlichst willkommen, ihr zwei, und unendlichen Dank daf\u00fcr, dass ihr den Blog bereichert!<br><br><strong>2023 Hardy Crueger \u2013 Der Flussmann (CW Niemeyer)<\/strong><br><br>Braunschweig hat jede Menge schreibende Bewohner, mit Andreas Reiffer zudem einen Verleger um die Ecke und aktuell gottlob auch endlich wieder eine Leseb\u00fchne, \u201eDie Generalprobe\u201c im Kufa-Haus, zu der ich es aus zeitliche Gr\u00fcnden jedoch noch nicht schaffte. Meinen Braunschweiger Leseb\u00fchnen-Einstand hatte ich als Gast in den Neunzigern mit \u201eLemmy und die Schm\u00f6ker\u201c im Antiquariat Buch &amp; Kunst, bei der ich Hartmut El Kurdi, Gerald Fricke und Frank Sch\u00e4fer entdeckte, nat\u00fcrlich neben den prominenten Gast-Stars und Star-G\u00e4sten. Die \u201eBumsdorfer Ger\u00fcchtek\u00fcche\u201c, sp\u00e4ter \u201eBumsdorfer Auslese\u201c, in der DRK-Kaufbar mit Axel Klingenberg, Till Burgw\u00e4chter, Marcel Pollex, Holger Reichard, Karsten Weyershausen, Roland Kremer und Dirk Schadt war die n\u00e4chste Station. Die Stromgitarren-Lesungen von \u201eRead \u2018em All\u201c, also Klinge, Frank und Till, folgten neben Poetry Slams und sonstigen Shows. Bis hin nach Wolfsburg, wo Sibylle Schreiber eine eigene Leseb\u00fchne etablierte. So tempor\u00e4r wie alle, leider. Von allen Autoren habe ich haufenweise B\u00fccher in meinem Regal stehen. Gelegentlich trage ich auch selbst mal etwas zu Anthologien bei; \u201eDie Entdeckung Amerikas\u201c von Holger und Karsten zum Beispiel, \u00fcber die ich zudem als Autor auf Holgers Literatur-Blog Wortmax gelangte, oder \u201e12&#215;12\u201c, das Subkulturmagazin von Marcel und Eileen Pollex, oder \u201eBuchbauer Bl\u00fctenlese\u201c von Toddn, der auch mein \u201eDie Stadt ist eine Erbse\u201c verlegte. Auch \u00fcberregional gibt\u2019s Texte von mir, in Dresden in \u201eIch liebe Musik\u201c sowie in \u201eA Prophecy Fulfilled\u201c \u00fcber Killing Joke, in \u201eAll The Songs Sound The Same\u201c \u00fcber The Wedding Present und in \u201eFrom Obscurity To Oblivion\u201c \u00fcber NoMeansNo. Und ganz manchmal habe ich die Ehre und das Gl\u00fcck, besondere exklusive Einblicke zu bekommen \u2013 \u201eDas 3&#215;8 der Liebe\u201c von Sibylle h\u00e4tte es wohl \u00fcber seine eigentliche private Bestimmung hinaus nicht gegeben, wenn ich nicht die 24 Texte vorab zu lesen bekommen und die Autorin zur Ver\u00f6ffentlichung motiviert h\u00e4tte, und f\u00fcr seinen bislang letzten Thriller \u201eDer Flussmann\u201c bat Hardy Crueger mich, ihn vorab zur Probe zu lesen. Das finale Buch hab ich nat\u00fcrlich auch sofort durchgebinget! Wann kommt Teil 2? In Artbeit ist er zumindest!<br><br><strong>2024 Depeche Mode \u2013 Acht Alben 1981-1993<\/strong><br><br>Ja, sp\u00e4t im Leben. In den Achtzigern feierte ich als Teenager die Maxi-Versionen der Radiohits, insbesondere derer von Synthiepopbands, weil darin so tolle Sachen passierten, f\u00fcr die in den Single-Versionen kein Platz war. Schon damals gefiel mir also experimentelle, progressive, unkonventionelle Musik, von der ich indes noch nicht ahnte, dass sie dies war, n\u00e4mlich, war ja Chartsmusik und somit allen gel\u00e4ufig und allgemein akzeptiert. Viele der Songs von damals liebe ich bis heute, viele Bands von damals sammle ich bis heute, viele 12\u201ces von damals kaufe ich mir bis heute nach, n\u00e4mlich, damals hatte ich die Kohle nicht daf\u00fcr. Depeche Mode fielen mir 1984 mit \u201ePeople Are People\u201c erstmals ins Bewusstsein, also gleich mit dem bei den Einst\u00fcrzenden Neubauten in die Lehre gegangenen Industrial-Knaller, von dem ich nicht ahnte, dass er es war, aber dessen extremer Sound mich Dreik\u00e4sehoch faszinierte. Von da an liebte ich alle Singles und eben Maxi-Singles, bis der Synthiepop 1990 verstarb und dem Kirmes-Techno wich. \u201eSongs Of Faith And Devotion\u201c ist das letzte Album mit Alan Wilder und somit auch das letzte, das ich erwarb \u2013 alle Alben bis dahin auf CD und auf einen Schlag, ich war krank zu Hause und hatte Zeit. Nicht die einzige Band aus der Zeit, die in meiner Sammlung bis heute als L\u00fccke existiert, es gibt noch einiges nachzuholen. Ach, und die \u201e101\u201c fehlt mir noch, die w\u00fcrde ich aber auf Vinyl haben wollen. Oh, und im Oktober wird KrautNick 20 Jahre alt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2004 Oktober, Gr\u00fcndung von KrautNick Seit zwei Jahren schrieb ich keine Musik- und Film-Rezensionen mehr f\u00fcr das Wolfsburger Stadtmagazin \u201eindigo\u201c. Sieben Jahre lang hatte ich diesen ehrenamtlichen Job, weil ich mit einem Freund 1995 an einem Wettbewerb des Magazins teilnahm &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/20-jahre-krautnick\/matthias-bosenick\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":6819,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-6830","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6830","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6830"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6830\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6831,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6830\/revisions\/6831"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6819"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6830"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}